Wien Energie 2 - Erneuerbare-Energie-Anteil stieg im ersten Quartal

Wien (APA) - Die Wien Energie hat im ersten Quartal auch eine Zuwachs bei der Erzeugung aus erneuerbaren Energien verzeichnet. Der Erneuerba...

Wien (APA) - Die Wien Energie hat im ersten Quartal auch eine Zuwachs bei der Erzeugung aus erneuerbaren Energien verzeichnet. Der Erneuerbaren-Anteil an der Stromerzeugung ist trotz der gestiegenen Produktion in kalorischen auf 13,1 Prozent gestiegen, nach 10,7 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Gründe dafür waren eine höhere Wasserkrafterzeugung vor allem wegen der besseren Wasserführung an Donau und Inn sowie der Vollbetrieb des Wasserkraftwerks Opponitz und eine höhere Menge aus dem Biomassekraftwerk in Wien Simmering. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Fernwärme-Erzeugung stieg von 14 auf 17 Prozent.

Im ersten Quartal wurde erstmals das Bürgebeteiligungsmodell auf die Windkraft ausgedehnt. Die Anteile an einem Windrad im Windpark Pottendorf/Tattendorf, die eine Verzinsung von 2,25 Prozent aufweisen, seien innerhalb von sieben Minuten ausverkauft gewesen, hieß es. Die Zahl der Bürgersolarkraftwerke liegt aktuell bei 19, bis Jahresende sollen in Wien und Niederösterreich noch 5 weitere dazukommen. Die Wien Energie will diesen Weg fortsetzen, man sei gerade dabei Projekte in anderen Bereichen zu entwickeln, so Wien-Energie-Geschäftführerin Susanna Zapreva.

Die Fernwärmeproduktion lag in den ersten drei Monaten mit 2.163 GWh um 9 Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt erzeugte die Wien Energie im ersten Quartal rund 4.000 GWh, ein Plus von 15 Prozent. Die Gaserlöse stiegen um 7,8 Prozent auf 110,4 Mio. Euro und die Wärmeerlöse um 11,5 Prozent auf 201,5 Mio. Euro. Der Großhandels-Gaspreis hat sich laut Zapreva erstmals seit der Öffnung mit den Temperaturen entwickelt.

Der Wärmeabsatz der Wien Energie lag im ersten Quartal wegen der kälteren Witterung mit rund 2.320 GWh um rund 12 Prozent über dem Wert der ersten drei Monate 2014. Der Gasabsatz stieg um 8 Prozent auf rund 3.077 GWh.

Integriert in die Wien Energie GmbH wird ein Teil ihrer Tochter EnergieComfort. Es handelt sich dabei um den Bereich „Dezentrale Erzeugung“. Die EnergieComfort soll sich künftig verstärkt um das schon jetzt bei ihr angesiedelte Facility Management kümmern. Etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes bei der EnergieComfort entfällt derzeit auf den Bereich dezentrale Erzeugung. Direkt beschäftigt sind rund 240 Mitarbeiter, davon sollen rund 90 in die Mutter wechseln. Weitere rund 150 Mitarbeiter sind bei der EnergieComfort-Tochter HausComfort beschäftigt. Jobs sollen durch die Umstrukturierung nicht verlorengehen.

Die Investitionen sanken heuer in den ersten drei Monaten um 24,5 Prozent auf 18,4 Mio. Euro, sollten auf Jahressicht aber wieder auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Verschuldungsquote (Gearing) lag per Ende März 2015 bei 287,6 Prozent, nach 379,3 Prozent per Ende Dezember 2014.

Im Bereich Forschung und Entwicklung wird in der Seestadt Aspern gemeinsam mit der Schwestergesellschaft Wiener Netze und Siemens ein Projekt vorbereitet, an dem die Bewohner der EBG-Wohnhausanlage teilnehmen. Die Gebäude bekommen unter anderem Solarthermie-, Photovoltaik- und Hybrid-Anlagen am Dach, Wärmepumpen und „intelligente“ Heizzentralen. Anfang Juli ist Schlüsselübergabe für die 213 Mietwohnungen, rund die Hälfte der Haushalte habe der Teilnahme an dem Forschungsprojekt bereits zugestimmt, d. h. sie stellen freiwillige Messdaten wie Energieverbrauch, Raumluft, Temperatur, Feuchtigkeit oder CO2-Konzentration zur Verfügung. Sie erhalten im Gegenzug ein komplettes Heimregelungssystem sowie Smart Meter kostenlos eingebaut.

Zum Thema Smart Meter, für deren Einführung die Wiener Netze GmbH zuständig ist, wies Irschik auf die große Herausforderung „Big Data“ hin, wenn in einer Großstadt wie Wien viertelstündlich Messdaten abgelesen werden.

Vollständig in Betrieb gehen soll im Herbst die sanierte Müllverbrennungsanlage Spittelau. Das Investitionsvolumen betrug rund 140 Mio. Euro. Die erzeugte Strommenge wird bei gleichem Abfalleinsatz künftig doppelt so hoch sein. Erzeugt werden dann Strom für 50.000 Haushalte und Fernwärme für 60.000 Haushalte.

~ WEB http://www.wienenergie.at ~ APA156 2015-06-18/10:42


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