Zwischen Abstiegskrimi und Abschiedsszenen

Reutte oder doch noch Jenbach? In der letzten Runde der UPC Tirol Liga entscheidet sich heute (18.30 Uhr) die letzte Abstiegs-Frage.

Reuttes Torhüter-Urgestein Ümit Müneyyirci (l.) will heute seinen Kasten sauber und gleichzeitig die Liga mit seinen Vorderleuten halten.
© www.muehlanger.at

Von Alex Gruber

Innsbruck –Das Podium mit Meister Reichenau, Vize Fügen und dem Dritten SVI steht nach 29 Spieltagen ebenso fest wie der Fixabsteiger aus Zirl. Offen bleibt heute nur, ob Reutte oder Jenbach den Weg in die Landesliga antreten muss:

Bei drei Punkten Rückstand und dem schlechteren Tor­verhältnis haben die Außerferner vor der letzten Partie in Hall die weit schlechteren Karten. „Es ist eine Mini-Chance, an die wir glauben und die wir nutzen wollen“, hält Reuttes sportlicher Leiter, Bernd Hechenberger, fest. Nachsatz: „Was bei der Reichenau-Partie passiert, können wir nicht steuern. Aber wir hoffen natürlich auf den Sportsgeist des Meisters.“ Die angesprochene Reichenau hat im letzten Spiel eben Jenbach zu Gast und muss dabei auf Goalie Mathias Hörtnagl (Urlaub), Alex Mader (heiratet heute standesamtlich) und Christian Bernardin (verletzt) verzichten. „Nichtsdesto trotz: Wir wollen keine schlechte Nachrede haben und uns mit einem Sieg verabschieden“, stellt Reiche­nau-Coach Flo Schwarz klar. „Wir sind in der Lage, einen Punkt zu holen oder sogar zu gewinnen. Ich möchte, dass wir es aus eigener Kraft schaffen“, betont Jenbach-Trainer Roland Oberprantacher. Die Herbstabschlusstabelle sah den Aufsteiger aus dem Unterland mit 29 Punkten auf Rang drei, nach der Ablöse von Roli Ortner musste Oberprantacher als Feuerwehrmann übernehmen.

Abseits der finalen Abstiegsfrage wird es heute auch launige Momente geben: In Hall sagt „Retter“ Reini Hofer Ade, bei Imst und Kirchbichl mit Thomas Schatz bzw. Roger Kühmaier zwei erfolgreiche Langzeit-Trainer. Nach mehreren Jahrzehnten ununterbrochen im Fußball legt auch Völs-Coach Harald Eder eine Pause ein: „Das muss mit 50 jetzt einfach sein.“ Zum Schluss wünscht sich der Harry heute noch „ein nettes Spiel gegen den Hans“. Gemeint ist SVI-Coach Glabonjat, der die Innsbrucker in einer sensationellen Saison auf Rang drei und ins Cupfinale führte.

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