Formel 1: Spielberg-Splitter - Entspannter Auftakt am Donnerstag

Spielberg (APA) - Splitter vom Formel-1-Grand-Prix von Österreich in Spielberg:...

Spielberg (APA) - Splitter vom Formel-1-Grand-Prix von Österreich in Spielberg:

Der Donnerstag vor einem Grand Prix ist der entspannteste Teil eines Formel-1-Wochenendes, so auch diesmal auf dem Red Bull Ring. Ein Pilot nach dem anderen trudelte im Fahrerlager ein, viele davon schrieben im „F1-Village“ bereitwillig Autogramme für die Fans, ehe es am Nachmittag zur traditionellen FIA-Pressekonferenz ging. Für die Fans standen am Nachmittag auch noch der Besuch der Boxengasse sowie am Abend ein Konzert auf dem Unterhaltungs-Programm.

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Bei etwa 60.000 verkauften Tickets für den Renn-Sonntag würde der Österreich-Grand Prix 2015 deutlich unter den Vorjahreszahlen (95.000) bleiben. Allerdings gibt es deshalb diesmal auch noch Eintrittskarten an den Tageskassen und hier könnte bei entsprechender Wetterlage vor allem das Wochenend-Stehplatz-Ticket um leistbare 95 Euro noch für einen „Nachbrenner“ sorgen. Damit kann man von Donnerstag bis Sonntag das GP-Geschehen und alle Konzerte sowie kommende Woche auch noch die zweitägigen Formel-1-Testfahrten ansehen. Am Ring hofft man, so noch zusätzliche vier- bis fünftausend Karten abzusetzen.

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Ob „Felipinho“ Massa Fußballer oder Rennfahrer wird, steht noch in den Sternen. Am Donnerstag in Spielberg deutete vieles eher auf eine Fußball-Karriere des fünfjährigen Sohnes von Williams-Pilot Felipe Massa hin. Felipe jr. kickte mitten im Fahrerlager nach Herzenslust mit einem Mechaniker und bewies dabei, dass Brasilianer selbst im Kindesalter schon den „Futschebol“ im Blut haben.

* * * Der Red Bull Ring ist mit 4.326 Metern die kürzeste Strecke im Formel-1-WM-Kalender nach Interlagos und Monaco und hat nur neun Kurven. Die haben es aber aufgrund ihrer unterschiedlichen Charakteristik und des glatten Asphaltbelages in sich. Die Reifen rechtzeitig auf die optimale Temperatur zu bringen, ist auf dem Berg-und-Tal-Kurs in der Steiermark eines der Hauptkriterien. Dazu kommen wegen der Höhenlage von 677 Metern an die 6 Prozent Leistungsverlust der Motoren sowie das Problem, dass sich die Hybrid-Aggregate auf den Geraden nicht immer komplett wiederaufladen.

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Pole Position ist speziell in Österreich nicht hauptausschlaggebend für einen Sieg. Mit Jacques Villeneuve (1997), Mika Häkkinen (2000) und Michael Schumacher (2003) haben in acht Auflagen auf dem aktuellen Strecken-Layout nur drei Fahrer aus der besten Startposition auch gewonnen. Wichtiger scheint die Startposition auf der linken Seite zu sein, denn bisher ist jeder Österreich-Sieger von einem „ungeraden“ Startplatz weggefahren. Viermal (Häkkinen 1998, Eddie Irvine 1999, Schumacher 2002, Nico Rosberg 2014) ging der spätere Sieger von Platz drei aus ins Rennen. Den Sieg von der schlechtesten Startposition schaffte David Coulthard 2001 von P7.


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