US-Klimaskeptiker schlagen Warnungen des Papstes in den Wind

Washington (APA/AFP) - Die Warnungen von Papst Franziskus vor den Folgen der Erderwärmung sind bei Klimaskeptikern in den USA auf taube Ohre...

Washington (APA/AFP) - Die Warnungen von Papst Franziskus vor den Folgen der Erderwärmung sind bei Klimaskeptikern in den USA auf taube Ohren gestoßen. Marc Morano von der Website Climate Depot warf dem Vatikan vor, mit seiner „Klima-Agenda“ eine „unheilige Allianz“ mit den Vereinten Nationen einzugehen.

Der Energielobbyist und prominente Klimaskeptiker Steve Milloy beklagte auf dem Onlinedienst Twitter, dass der „rote Papst“ zu einer „Kulturrevolution“ aufgerufen habe.

Das konservative Politikinstitut Heartland warf dem Papst vor, mit seiner Umwelt-Enzyklika die in Armut lebenden Menschen zu vernachlässigen. „Die Kirche sollte für die Armen sprechen, die billige und verlässliche Kohleenergie benötigen“, schrieb der Leiter der Politikabteilung des Instituts, Christopher Monckton. Stattdessen habe sich der Papst auf die Seite der wohlhabenden „Profiteure der Untergangsstimmung“ gestellt.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush, der einst für seine mexikanische Frau zum Katholizismus konvertierte, möchte sich bei der Klimapolitik vom Oberhaupt seiner Kirche nicht reinreden lassen. „Ich gehe nicht für die Wirtschaftspolitik oder andere Dinge in der Politik zur Messe“, sagte er am Donnerstag. Bush stimmte zwar zu, dass sich das Klima verändere. Allerdings gebe es „technologische Lösungen für so ziemlich alles“.

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