Italiens Katholiken rufen zu „Familientag“ gegen Homo-Ehe auf

Rom (APA) - Nach dem „Ja“ zur Homo-Ehe beim Referendum in Irland sowie einer Gesetzesinitiative der italienischen Regierung zur rechtlichen ...

Rom (APA) - Nach dem „Ja“ zur Homo-Ehe beim Referendum in Irland sowie einer Gesetzesinitiative der italienischen Regierung zur rechtlichen Anerkennung von Lebenspartnerschaften wollen konservative Gruppen und katholische Verbände in Italien mit einem „Family Day“ dagegen protestieren. Tausende Menschen werden bei dem Marsch für die „traditionelle Familie“ am Samstag erwartet.

Der Protest richtet sich gegen einen Gesetzentwurf der regierenden Demokratischen Partie (PD) von Premier Matteo Renzi zur Legalisierung heterosexueller und homosexueller Lebenspartnerschaften. Die Verbände fordern außerdem Maßnahmen zur Unterstützung der von Mann und Frau gegründeten Ehe.

Die Organisatoren des „Familientags“ orientieren sich bei ihrem Protest an einer ähnlichen, am 12. Mai 2007 in Rom stattgefundenen Initiative. Damals hatten sich rund 100.000 Menschen auf dem zentralen Lateranplatz versammelt, um gegen einen Gesetzentwurf der damaligen Regierung von Romano Prodi zur Legalisierung der Lebenspartnerschaften zu protestieren. Die hohe Beteiligung übertraf damals alle Erwartungen und bewog die Regierung Prodi, ihre Pläne einzufrieren. Im Jänner 2008 stürzte dann das Kabinett, das im Mai 2008 von einer neuen Regierung Berlusconi ersetzt wurde. Seitdem wagte es das Parlament nicht mehr, sich mit dem umstrittenen Thema zu befassen.

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