Atom-Deal - Expertenverhandlungen am Freitag in Wien fortgeführt

Wien (APA) - Im Atomstreit zwischen den fünf UNO-Vetomächten (USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) plus Deutschland und dem ...

Wien (APA) - Im Atomstreit zwischen den fünf UNO-Vetomächten (USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) plus Deutschland und dem Iran sind am Freitag die Expertenverhandlungen im Wiener Palais Coburg fortgesetzt worden. Der iranische Chefverhandler Abbas Araqchi und die politische Direktorin der EU, Helga Schmid, bereiten den Endspurt bis zur Deadline am 30. Juni vor.

Im 13 Jahre andauernden Konflikt rund um die umstrittene uranische Urananreicherung versuchen technische und politische Beamte seit Wochen den Entwurf für einen endgültigen Vertrag zu formulieren. Da nur noch eineinhalb Wochen bis zur Frist verbleiben, sollen bereits ab der nächsten Woche auch die Außenminister der Streitparteien zu den Verhandlungen stoßen. Wien als Verhandlungsort scheint wahrscheinlich, ist aber noch nicht fixiert.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif betonte gegenüber iranischen Medien, dass ein Deal bis zur Deadline nach wie vor möglich sei, wenn die andere Seite ihren Willen dazu zeige.

Im Konflikt geht es darum, dass Teheran dem Westen glaubhafte und überprüfbare Garantien dafür abgibt, dass sein Nuklearprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient. Im Gegenzug will die 5+1-Gruppe die schmerzlichen Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik suspendieren.

(Alternative Schreibweise: Araghchi)


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