Griechenland - Hollande: Alles für einen Kompromiss tun

Bratislava (APA/AFP) - Im Ringen um eine Einigung in der griechischen Schuldenkrise hat Frankreichs Präsident Francois Hollande dazu aufgeru...

Bratislava (APA/AFP) - Im Ringen um eine Einigung in der griechischen Schuldenkrise hat Frankreichs Präsident Francois Hollande dazu aufgerufen, „alles für einen Kompromiss mit Griechenland zu tun“. Bis zum europäischen Sondergipfel am Montag müsse die Zeit genutzt werden, damit die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, sagte Hollande am Freitag bei einem Besuch in Bratislava in der Slowakei.

Ein Kompromiss müsse aber auf Basis der europäischen Regeln gefunden werden. Er wolle noch am Freitag mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen.

Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurozone am Montag in Brüssel sei „wichtig“, sagte Hollande weiter. Er wolle nicht, dass dabei nur „eine Feststellung“ getroffen werde, „die die eines Scheiterns wäre“.

Der slowakische Regierungschef Robert Fico sagte, dass sein Land „mental und technisch“ auf ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone vorbereitet sei. „Wir wollen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt, aber nicht um jeden Preis.“ Griechenland müsse seine „Hausaufgaben“ machen.

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Ein Treffen der Finanzminister der Eurozone hatte am Donnerstag keine Lösung gebracht. Für Montag wurde deshalb der Sondergipfel der Währungsunion einberufen. Griechenland und seinen Gläubigern läuft die Zeit davon, denn das Land muss am 30. Juni rund 1,5 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Dafür braucht das Land die 7,2 Milliarden Euro Hilfszusagen der europäischen Partner, die aber nur bei Reformzusagen gezahlt werden sollen. Wie diese Reformen aussehen sollen, ist umstritten.


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