Was über den mutmaßliches Todesschützen von Charleston bekannt ist

Charleston (South Carolina) (APA/dpa) - Dylann Roof ist der Hauptverdächtige für den neunfachen Mord von Afroamerikanern in der Emanuel Afri...

Charleston (South Carolina) (APA/dpa) - Dylann Roof ist der Hauptverdächtige für den neunfachen Mord von Afroamerikanern in der Emanuel African Methodist Episcopal Church in South Carolina. Der 21-Jährige soll am Mittwochabend an einer Bibelstunde in der Kirche teilgenommen haben, bis er nach rund 50 Minuten das Feuer auf die Teilnehmer eröffnete.

Freunde und Familienmitglieder beschreiben den jungen Mann gegenüber den US-Medien als schüchtern, fast scheu. Er sei ein fröhliches Kind gewesen, habe sich dann aber als Teenager sehr verändert. Er wuchs in einer Nachbarschaft auf, die mehrheitlich von Afroamerikaner bewohnt wird. Mehrfach musste er die neunte Klasse an verschiedenen Schulen wiederholen. 2010 verließ er die High School ohne Abschluss.

Seitdem soll er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten haben, etwa mit Gartenarbeiten. Oft habe er in seinem Auto geschlafen. Im Februar sei er wegen unerlaubten Medikamentenbesitzes festgenommen worden. Zuvor war er der Polizei aufgefallen, weil er in einem Einkaufszentrum die Mitarbeiter eines Geschäftes offenbar grundlos ausgefragt hat. Er habe etwa wissen wollen, wie viele Leute in dem Geschäft arbeiteten und wann sie es abends verlassen würden.

Ein Freund sagte der „New York Times“, dass sich Roof zuletzt immer häufiger rassistisch geäußert habe. Er habe erklärt, Afroamerikaner töten zu wollen. Der Freund habe zwischendurch sogar aus Sorge Roofs Schusswaffe versteckt, die sich dieser von seinem Geburtstagsgeld gekauft habe. Er habe ihm die Waffe aber später wieder zurückgegeben.

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Ein Profilbild auf Facebook zeigte den 21-Jährigen in einer Jacke mit aufnähten Flaggen aus der Zeit der Apartheid in Südafrika und des damals von weißen beherrschten Rhodesiens (heute Simbabwe) - Symbole, die schwarzenfeindliche Hassgruppen in den USA häufig nutzen.


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