Offenbar Abrechnung unter Gangs: Zehn Tote im Norden von Mexiko

Monterrey (APA/dpa/AFP) - Vermutlich bei einer Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Banden sind in Nordmexiko am Freitag zehn Menschen u...

Monterrey (APA/dpa/AFP) - Vermutlich bei einer Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Banden sind in Nordmexiko am Freitag zehn Menschen ums Leben gekommen. Bewaffnete stürmten ein Bierlager in der Ortschaft Garcia nahe der Industriemetropole Monterrey und eröffneten das Feuer, hieß es in einem Bericht unter Berufung auf die örtliche Staatsanwaltschaft. In einer anderen Quelle war von einem Angriff auf eine Bar die Rede.

Demnach sollen die Bewaffneten in zwei Autos vorgefahren und in eine Bar gestürmt seien und dann um sich geschossen haben. Übereinstimmend ist von zehn Todesopfern die Rede: Sieben Opfer seien sofort tot gewesen, drei weitere seien im Krankenhaus beziehungsweise auf dem Weg dorthin an ihren Verletzungen gestorben.

Nach Einschätzung der Ermittler handelte es sich bei den Opfern um Mitglieder einer kriminellen Organisation, die bei dem Überfall gezielt getötet wurden. Andere Personen, die sich während der Attacke in dem Geschäft aufhielten, seien verschont worden, sagte Staatsanwalt Javier Flores Saldivar. Die Polizei entdeckte demnach sieben Kilogramm Marihuana, eine Waage und ein Gewehr am Tatort.

Zuletzt war der wirtschaftsstarke Bundesstaat Nuevo Leon von schweren Gewalttaten verschont geblieben. Im Jahr 2011 war die Region Schauplatz schwerer Gefechte zwischen verfeindeten Banden, darunter ein Brandanschlag auf ein Casino mit 52 Toten.

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