Griechenland - Staatsminister: EZB wird Banken nicht fallen lassen

Athen/Frankfurt/Brüssel (APA/Reuters/dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) kann sich nach Ansicht Griechenlands keinen Bankrott der griec...

Athen/Frankfurt/Brüssel (APA/Reuters/dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) kann sich nach Ansicht Griechenlands keinen Bankrott der griechischen Banken leisten. Die EZB wüsste um den Dominoeffekt, den ein Zusammenbruch des Bankensystems auslösen würde, sagte Staatsminister Alekos Flambouraris am Samstag im griechischen Fernsehen.

Griechenland steht kurz vor der Pleite. Die Griechen räumten in den vergangenen Tagen immer mehr Geld von ihren Konten ab. Die EZB ist sich Insidern zufolge nicht sicher, ob die Geldhäuser am Montag öffnen können. Der EZB-Rat erhöhte deswegen die Not-Liquiditätshilfen (ELA) für die griechischen Banken. Am Montag will die EZB nach Reuters-Informationen erneut über den Rahmen der Nothilfen beraten.

Allein am Freitag sollen die Griechen nach übereinstimmenden Berichten der griechischen Presse 1,7 bis zwei Milliarden Euro von ihren Konten abgehoben haben. Damit seien seit Montag fünf Milliarden Euro aus dem Banksystem abgeflossen, berichtete die konservative Athener Zeitung „Kathimerini“. Einen sichtbaren sogenannten „Bank Run“ mit langen Schlangen vor den Schaltern gab es jedoch nicht. Am Samstagmorgen herrschte nach Augenzeugenberichten reger, aber nicht unnormaler Betrieb an den Bankomaten.

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