Wiener Regenbogenparade: Etwas nackte Haut und politische Botschaften

Wien (APA) - Viele Teilnehmer der 20. Regenbogenparade auf der Wiener Ringstraße haben in Sachen Styling ihrer Fantasie keine Grenzen gesetz...

Wien (APA) - Viele Teilnehmer der 20. Regenbogenparade auf der Wiener Ringstraße haben in Sachen Styling ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob Engel, Bräute, Ampelpärchen oder Teilnehmer im Trachten-Look, zu sehen gab es für Zaungäste am Samstagnachmittag so einiges. Auch auf politische Botschaften wurde nicht vergessen, schließlich handelte es sich bei der Veranstaltung eigentlich um eine Demonstration.

Als besonders beliebtes Fotomotiv unter den Schaulustigen entpuppte sich die mittlerweile schon traditionelle Kutsche, die nicht von Pferden, sondern von acht Personen gezogen wurde. „Die Kutsche ist nicht so schwer“, zeigte sich eines der „Rösser“ im APA-Gespräch motiviert, die Ring-Runde ohne Probleme zu überstehen. Weitaus gemütlicher hatte es da schon die Kutscherin am Bock, für die es ein „erhabenes Gefühl“ sei, Menschen statt Pferde anzutreiben.

Dieses Mal gab es übrigens sogar zwei Fuhrwerke zu bewundern. Weiterhin hinten im Tross befand sich ein römischer Streitwagen, der von zwei jungen, knapp bekleideten Männern gezogen wurde. Trotz des eher kühlen, trüben Wetters blitzte auch so manch nackte Haut auf: „Auf der Kärntner Straße würde ich aber so nicht spazieren gehen“, lachte eine nur mit BH und Hotpants bekleidete Paradenteilnehmerin.

Ein Fixstern der Veranstaltung: Der Schauspieler Hermes Phettberg ließ sich heuer auf der Rückbank eines alten Mercedes um den Ring chauffieren. Er hat an allen Wiener Regenbogenparaden teilgenommen, erzählte er im APA-Gespräch: „Ich war immer dabei.“ Und fügte hinzu: „Ich freue mich, dass es sie gibt.“

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Die Regenbogenparade ist eigentlich eine Demonstration gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender-Personen. Deswegen hielten Teilnehmer Forderungen und Slogans fest. Dabei handelte es sich um Botschaften wie: „Freedom, love“, „Umschwulung auf Krankenschein“ oder „Ehe für alle, statt Ampeln für alle“ - eine Anspielung auf die Wiener Ampelpärchen. Diese waren überhaupt ein beliebtes Thema: So verkleideten sich zwei Männer als grünes Ampelpärchen. Um den Hals hatten sie ein Schild hängen, auf dem stand: „Das Ampelpärchen sagt: Grünes Licht für die Öffnung der Ehe.“

Politisch wird es auch bei der Abschlusskundgebung am frühen Abend auf dem Rathausplatz. Es wurden unter anderem Reden von Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ), Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) angekündigt.


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