Fußball: Zico fordert neue Wahlregeln für seine FIFA-Kandidatur

Zürich (APA/dpa) - Die brasilianische Fußball-Legende Zico hat seine Kandidatur für die Nachfolge von FIFA-Präsident Joseph Blatter an Bedin...

Zürich (APA/dpa) - Die brasilianische Fußball-Legende Zico hat seine Kandidatur für die Nachfolge von FIFA-Präsident Joseph Blatter an Bedingungen geknüpft. „Wenn sich nichts ändert, werde ich nicht kandidieren“, sagte Zico der „Bild am Sonntag“. So lehnt er die derzeitige Regel des Weltverbands ab, dass jeder Bewerber von mindestens fünf Nationalverbänden für die Wahl des FIFA-Chefs nominiert werden muss.

„Da fängt die Korruption schon an“, sagte Zico. „Ich werde nicht mein Geld ausgeben, um Flugtickets zu kaufen, um um die Welt zu reisen und um Stimmen zu bitten.“ Der 62-jährige Ex-Nationalspieler hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, sich um das höchste FIFA-Amt bewerben zu wollen. Derzeit arbeitet Zico als Trainer im indischen Goa. Anfang der 1990er-Jahre hatte er in Brasilien als Sportminister auch in der Politik Karriere gemacht.

Die FIFA wird nach der Verhaftung mehrerer Spitzenfunktionäre von einem schweren Korruptionsskandal erschüttert. Der umstrittene Präsident Blatter hatte Anfang Juni nur vier Tage nach seiner Wiederwahl seinen baldigen Rücktritt angekündigt. Sein Nachfolger soll auf einem außerordentlichen FIFA-Kongress gewählt werden.

Zico forderte nun, dass der Weltverband zuvor noch einen weiteren Kongress einberufen sollte, um die Regeln für die Wahlen neu festzulegen. Ihm werden derzeit aber kaum Chancen auf das Amt zugeschrieben.

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