Kündigung im NEOS-Klub 2 - Strolz ortet „Dreckkübel-Kampagne“

Wien (APA) - Die NEOS haben am Sonntag Vorwürfe, sie hätten eine Referentin gekündigt, nachdem sie nur Stunden zuvor bekannt gegeben hatte, ...

Wien (APA) - Die NEOS haben am Sonntag Vorwürfe, sie hätten eine Referentin gekündigt, nachdem sie nur Stunden zuvor bekannt gegeben hatte, einen Betriebsrat gründen zu wollen, als „Dreckkübel-Kampagne“ bezeichnet. „Natürlich ist eine Betriebsratsgründung jederzeit begrüßenswert - auch bei uns im Parlament“, meinte Parteichef Matthias Strolz in einer Aussendung.

„Die anonym zitierten Aussagen sind nicht korrekt“, man bereite rechtliche Schritte gegen die Betroffenen vor, erklärte Strolz, der Wahlkampf-Attacken ortete. „Offensichtlich beobachtet das alteingesessene System mit steigender Nervosität, wie wir gerade in Wien an Kraft gewinnen.“

Es könne wohl kein Zufall sein, dass „diese Verdrehungen und Unterstellungen“ auftauchen, nachdem man die „Machenschaften des SP-Bonzen (Karl) Wurm und die moralischen Verfehlungen des Spitzengewerkschafters (Josef) Muchitsch hart kritisiert“ habe, verwies Strolz auf die Aufregung um die Wohnungskäufe bzw. -Miete des Gewog-Chefs und des Nationalratsabgeordneten.

Die ehemalige NEOS-Mitarbeiterin wird von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier unterstützt. Deren Vorsitzender Wolfgang Katzian - er sitzt auch für die SPÖ im Nationalrat - bezeichnete es am Sonntag in einer Aussendung als „beschämend und bedauerlich, dass die Vertreter einer gesetzgebenden Körperschaft ein Problem damit haben, wenn unselbstständig Beschäftigte die ihnen vom Gesetz her zustehenden Rechte wahrnehmen wollen“. Gerade im Parlament sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass Mitarbeiter Betriebsrat wählen können, meinte er. „Durch dieses Verhalten entpuppt sich diese Partei einmal mehr als Verfechterin eines eiskalten Neoliberalismus.“

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