Flüchtlinge- Erdogan kritisiert Europa wegen mangelnder Hilfe

Istanbul (APA/dpa) - Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat Europa und die Weltgemeinschaft wegen ihrer halbherzigen Haltung in d...

Istanbul (APA/dpa) - Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat Europa und die Weltgemeinschaft wegen ihrer halbherzigen Haltung in der Syrien-Flüchtlingskrise scharf kritisiert. Der Hilfemangel sei ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sagte Erdogan am Samstagabend, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Sein Land beherberge zwei Millionen Menschen, die vor regionalen Konflikten geflohen seien, sagte Erdogan. In ganz Europa seien nur 200.000 Menschen aufgenommen worden. „Wir haben keine Opfer im Stich gelassen (...) und wir werden dies auch niemals tun.“

EU-Statistiken zufolge hatten 2014 insgesamt 626.000 Menschen in den 28 Mitgliedsländern um Asyl nachgesucht, 104.000 wurden als Flüchtlinge anerkannt. Etwa 20 Prozent der Asylsuchenden kamen aus Syrien.

Erdogan hatte gemeinsam mit der Schauspielerin Angelina Jolie und dem UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres in der Provinz Mardin an einem Ramadan-Fastenbrechen teilgenommen. Der Hollywoodstar Jolie hatte anlässlich des Weltflüchtlingstages am Samstag Flüchtlingslager in der Provinz an der Grenze zu Syrien besucht.


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