Ahmad Mansour: Fernsehgröße im Visier der ägyptischen Justiz

Doha (APA/dpa) - Ahmad Mansour ist eine Fernsehgröße der arabischen Welt - die Bekanntheit des Al-Jazeera-Journalisten lässt sich mit der vo...

Doha (APA/dpa) - Ahmad Mansour ist eine Fernsehgröße der arabischen Welt - die Bekanntheit des Al-Jazeera-Journalisten lässt sich mit der von Günther Jauch in Deutschland vergleichen. Seine vielbeachtete Sendung „Bi La Hudud“ („Ohne Grenzen“) sehen Woche für Woche bis zu 30 Millionen Menschen. Dort interviewt der 52-Jährige regelmäßig hochkarätige Gäste.

Mansour zeichnet sich dabei als guter Fragesteller aus, der Interviewpartner mit seiner ruhigen, überlegten Art regelmäßig in die Enge treibt.

Der langjährige Kriegsberichterstatter, der unter anderem im Irak und in Afghanistan gearbeitet hat, veröffentlichte bisher mehr als 20 Bücher und schreibt für mehrere arabische Zeitungen. Bekannt wurde Mansour durch seine Berichterstattung über die Aufstände im Arabischen Frühling 2011, in der sich Al-Jazeera auf die Seite der Revolutionäre schlug.

Nach dem Sturz des ägyptischen Langzeitmachthabers Hosni Mubarak und der Machtübernahme durch die islamistischen Muslimbrüder reiste der Journalist häufig nach Ägypten. Mansours Kritiker werfen ihm vor, Propaganda für die Bruderschaft zu machen. Mansour besitzt den britischen und ägyptischen Pass. 2014 hatte ihn ein Strafgericht in Kairo in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er angeblich an der Folter eines Anwalts beteiligt gewesen sein soll.

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(Alternative Schreibweisen: Ahmed Mansur)


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