Formel 1: Ruhige Spielberg-Anreise, weniger Stau als im Vorjahr

Spielberg (APA) - „Das ist kein Vergleich zum Vorjahr“, hieß es seitens der Einsatzkräfte nach der Anreise von Tausenden Formel 1-Fans am So...

Spielberg (APA) - „Das ist kein Vergleich zum Vorjahr“, hieß es seitens der Einsatzkräfte nach der Anreise von Tausenden Formel 1-Fans am Sonntag nach Spielberg. Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen, lange Staus wie im Vorjahr blieben aus. Das lag wohl auch an der deutlich geringeren Zuschauerzahl: Nur etwa halb so viele wie im Comeback-Jahr 2014 waren gekommen: Am Sonntag rund 55.000, insgesamt etwa 120.000.

Laut Wolfgang Staudacher, Leiter der Polizeiverkehrsabteilung, sei die Anfahrt der Grand Prix-Besucher „problemlos“ verlaufen. Lediglich beim Befüllen der Parkplätze sei es zu Verzögerungen gekommen, was ihn aber nicht wundere, denn auf einer der Flächen seien allein 2.800 Pkw vorgesehen. Zu Wartezeiten werde es auch bei der Abreise kommen, denn es dürfte drei Stunden dauern, bis dieser große Parkplatz leer sein wird, schätzte der Experte.

Da im Vergleich zum Vorjahr weniger Busse gekommen waren, dürfte die Heimfahrt für einige schneller als im Vorjahr vorangehen. Weniger Busse bedeute weniger Fußgänger am Weg zu den Bussen. Diese hatten 2014 die Straßen teilweise blockiert. Zusätzliche Absperrgitter zwischen Straßenrand und Gehwegen sollen vermeiden, dass Fußgänger auf den Fahrbahnen unterwegs sind und damit den Verkehr aufhalten.

Abseits der Straßen verlief das Wochenende für die Einsatzkräfte ebenfalls eher ruhig: Einige Anzeigen wegen Diebstählen wurden verzeichnet. Einzelne Streifen mussten am Samstag nach der Amokfahrt nach Graz abgegeben werden, doch als Ersatz wurde die Reserve nach Spielberg gerufen.

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Das Österreichische Rote Kreuz meldete am Sonntagnachmittag rund 200 Versorgungen, verteilt auf alle Tage, wobei der Großteil am Sonntag angefallen sei. Die Helfer mussten kleinere Verletzungen, aber auch Frakturen versorgen. Zudem waren sie bei einem Herzinfarkt am Freitag gefordert. Knapp 30 Patienten mussten in Krankenhäuser gefahren werden. Laut Einsatzleiter Markus Schöck waren die Einsätze deutlich weniger als im Vorjahr, als insgesamt rund 540 Versorgungen verzeichnet wurden: „Es sind heuer auch weniger Leute und es ist nicht so heiß.“

Bei den Feuerwehren hatte bereits am Donnerstag ein Brand in einem Wald für einen gefährliche Situation gesorgt. In der Nacht auf den Rennsonntag hat es auch im Bereich eines Camping-Platzes gebrannt, der Sachschaden sei aber gering geblieben. Die Feuerwehr musste zudem Anrainern mit 60.000 Liter Trinkwasser aushelfen, da die vielen Camper den Wasserverbrauch in die Höhe trieben.


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