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Eben als Vorzeigegemeinde in Sachen Integration

Die Bürger und der Gemeinderat in Eben begeistern Asylwerber mit ihrer Offenheit und Herzlichkeit. Ein Beispiel gelungener Integration.

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© Josef Lackner

Von Josef Lackner

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Eben a. A. –Unter dem Motto „Menschen mit Geschichten, Menschen mit Gesichtern“ veranstaltete die Gemeinde Eben kürzlich einen Kennenlernabend mit den Asylwerbern. Der Andrang der Bürger war groß und die Aula der Neuen Mittelschule war bis zum letzten Platz gefüllt, als Organisatorin GR Andrea Kohler-Widauer und BM Josef Hausberger zum gemeinsamen Treffen luden. „Die Aufnahme von Flüchtlingen soll keine Sache der Politik, sondern der Menschlichkeit sein“, strich der Ortschef die humanitäre Aufgabe und den unkomplizierten Umgang mit den Flüchtlingen in der Gemeinde hervor.

Die seit März in der Gemeinde untergebrachten sieben jungen syrischen Männer und der Vater einer fünfköpfigen Familie konnten sich schon auf Deutsch kurz vorstellen, ihre Tätigkeiten in der Gemeinde beschreiben und auch Dankesworte finden. Gemeinsame Darbietungen mit Kindern der Volks- und Mittelschule, eine syrische Gesangseinlage und eine szenische Darstellung wurden geboten. Besonders beeindruckend war die Schilderung der langen und lebensbedrohlichen Flucht der Familie Ahmad, übersetzt und vorgetragen von Schwester Sabina vom Notburgaheim, wo die Familie untergebracht ist und dieser Tage sogar Nachwuchs erwartet wird. Zudem stellten die jungen Syrer auch noch die sprichwörtlich orientalische Gastfreundschaft unter Beweis, indem sie zu einem köstlichen, selbst zubereiteten Buffet luden.

Das Abbauen von Ängsten, Grenzen und Missverständnissen zwischen Einheimischen und Asylwerbern sieht die Obfrau des Sozialausschusses, Kohler-Wildauer, als besondere Aufgabe, an der es stetig zu arbeiten gelte. „Auch wenn es noch einige Flüchtlinge mehr geben sollte, haben wir keine Angst, das nicht bewältigen zu können“, meinte sie und lobte besonders die Mitarbeit aus der Bevölkerung bei Deutschkursen und diversen anderen Hilfestellungen. Dass die Integration von Flüchtlingen in kleineren Einheiten vor Ort leichter zu bewältigen sei als in großen Flüchtlingsheimen, betonte auch die Regionalleiterin der Tiroler Sozialdienste, Elisabeth Heinzl. „Noch dazu, wenn es so gut funktioniert wie hier in Eben“, sparte sie nicht mit Komplimenten, wünschte sich aber, dass bald mehr als die derzeit 20 Prozent der Tiroler Gemeinden bereit sein mögen, Flüchtlinge aufzunehmen.


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