Zürcher Börse schließt mit satten Gewinnen

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit satten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der SMI bewegte sich während des Hande...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit satten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der SMI bewegte sich während des Handelstags in einer relativ großen Bandbreite um 9.000 Punkte und schloss klar über dieser Marke.

Der Schweizer Leitindex machte damit die Verluste von letzter Woche, als der SMI um 1,8 Prozent nachgegeben hatte, fast wett. Händler erklärten sich das Plus damit, dass viele Investoren im Griechenland-Poker mit einer Einigung in letzter Minute rechneten. Auch an anderen wichtigen Handelsplätzen ging es zum Wochenbeginn aufwärts.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,74 Prozent höher bei 9.021,37 Punkten. Der 30 Titel umfassende, in der Titelgewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 1,59 Prozent auf 1.352,91 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um ebenfalls 1,59 Prozent auf 9.156,52 Stellen. Von den 30 wichtigsten Aktien lagen zu Handelsschluss 27 im Plus und drei im Minus.

Den größten Beitrag zum Anstieg des Gesamtmarktes lieferten die schwergewichtigen Novartis-Papiere (+2,2 Prozent). Neuigkeiten lagen vom Pharmakonzern zwar keine vor, allerdings war die Aktie am Freitag anlässlich des großen Eurex-Verfalls unter die Räder gekommen - laut Analysten unverhältnismäßig stark. Auch die anderen beiden Schwergewichte Roche (+1,9 Prozent) und Nestlé (+1,4 Prozent) legten zum Wochenstart zu und waren damit zusammen mit Novartis für rund zwei Drittel der SMI-Gewinne verantwortlich.

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Markant im Plus schlossen auch Zykliker wie Adecco (+2,9 Prozent) und Holcim (+2,7 Prozent). Vor allem für letztere gebe es beträchtliches Potenzial für eine Erholung, nachdem sie zuletzt kaum mehr gefragt gewesen seien, hieß es von Händlern.

Kursgewinne verzeichneten zudem die Finanzvaloren von CS (+2,5 Prozent) und UBS (+1,8 Prozent). Laut Händlern profitierten diese stärker als andere von der Hoffnung auf eine Einigung rund um Griechenland. Stützend wirkten zudem die neusten Meldungen, wonach die Europäische Zentralbank noch mehr Geld ins griechische Bankensystem gepumpt haben soll - und somit ein Zusammenbruch des Finanzsystems unwahrscheinlicher werde.

Einen auffällig guten Lauf hatten zum Wochenstart auch Versicherungsaktien, angeführt von der Zurich (+2,8 Prozent). Diese Versicherungstitel werden vom US-Broker Jefferies vor dem Hintergrund des jüngsten Kursrückschlages neu zum Kauf empfohlen. Der Versicherer habe genug Geld für Kapitalrückführungen an die Aktionäre oder Übernahmen, hieß es zur Begründung. Die anderen Blue-Chip-Versicherer Swiss Life (+2,2 Prozent), Swiss Re (+2,1 Prozent) und Bâloise (+2,0 Prozent) rangierten am Schluss des Tages ebenfalls in den vorderen Regionen der Rangliste.

Nicht ganz mit dem Gesamtmarkt mithalten konnten hingegen Sika (+1,1 Prozent). Beim Bauchemiekonzern gab es eine weitere Wendung im Streit um die geplante Übernahme durch Saint-Gobain. Konkret machte die Erbenfamilie einen Teilrückzieher. Sie fordert nur noch die Abwahl des Verwaltungsrates Daniel Sauter. Er gehört zu den vehementen Gegnern eines Verkaufs des Baustoffkonzerns an den französischen Konkurrenten. Der Streit dürfte trotzdem weitergehen.

Das kleine Verliererfeld wurde von Aryzta (-1,3 Prozent) angeführt. Die Papiere des Backwarenherstellers hatten am letzten Freitag zugelegt und gaben diese Gewinne nun wieder ab. Mit einem Minus von rund 36 Prozent seit Anfang Jahr hat kein anderer Blue-Chip-Titel auch nur annähernd eine derart schlechte Performance. Leicht im Minus schlossen ferner Transocean (-0,8 Prozent) sowie Syngenta (-0,4 Prozent).

~ ISIN CH0009980894 ~ APA506 2015-06-22/18:19


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