Griechenland - Faymann will „nicht mit Konkurs spekulieren“

Brüssel/Athen (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat vor einer Pleite Griechenlands gewarnt. „Ich möchte nicht mit dem Konkurs Griec...

Brüssel/Athen (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat vor einer Pleite Griechenlands gewarnt. „Ich möchte nicht mit dem Konkurs Griechenlands spekulieren, in keiner Weise“, sagte Faymann am Montag zu Beginn des Euro-Sondergipfels in Brüssel. Er hoffe, dass „etwas Positives herauskommt, auch wenn es bis Donnerstag dauert“.

Manche würden glauben, eine harte Linie nütze dem europäischen Gedanken, sagte Faymann. Doch es sei genau umgekehrt. „Der europäische Gedanke lebt vom aufeinander zugehen, respektvolles aufeinander zugehen.“

Jedes Land suche sich seine Regierung selbst aus, der Umgang müsse überall gleich sein, auch die Größe eines Landes sei nicht entscheidend. Dabei zog Faymann Parallelen zu den Forderungen des britischen Premier David Cameron an die EU. „Wenn ich mir anschaue, was David Cameron immer abverlangt an zugehen aufeinander, dann wünsche ich mir, dass man mit Griechenland genauso respektvoll umgeht.“

Faymann betonte, beim Gipfel stünden die Beratungen im Vordergrund. Die griechischen Vorschläge müssten noch näher betrachtet werden. Politisch stelle sich die Frage, ob man ein Ergebnis wolle, „da finde ich wir sollten sagen : ja“. Griechenland müsse natürlich Aufgaben erfüllen. Die Tatsache, dass ein Gipfel einberufen wurde, zeigt nach Ansicht Faymanns, dass etwas mehr in Bewegung gekommen sei. Er wolle, dass die Eurozone zusammenstehe und niemand aus ihr herausgerissen werde.

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