Kommission kritisiert einseitiges Israel-Bild in Schulbüchern

Berlin (APA/dpa) - Das Israel-Bild in deutschen Schulbüchern ist aus Sicht der deutsch-israelische Schulbuchkommission einseitig. Der israel...

Berlin (APA/dpa) - Das Israel-Bild in deutschen Schulbüchern ist aus Sicht der deutsch-israelische Schulbuchkommission einseitig. Der israelisch-palästinensische Konflikt stehe im Mittelpunkt, Israel lernten deutsche Schüler dabei als ein kriegführendes Land im Nahostkonflikt kennen, monieren die Experten nach einem Bericht des „Tagesspiegels“ (Dienstag).

Als einzige funktionierende Demokratie im Nahen Osten komme Israel dagegen nicht vor. Schulbuchautoren sollten künftig „ein breites, facettenreiches Bild der Geschichte Israels zeichnen“, fordert die Kommission in ihrem Bericht, der der Zeitung vorliegt. Er wird an diesem Dienstag in Berlin offiziell vorgestellt.

In israelischen Schulbüchern wiederum kommt Deutschland dem Bericht zufolge nur sporadisch vor, zudem ende die Darstellung in den Geschichtsbüchern zumeist 1945. Hier fordere die Kommission, zum Beispiel auch den gesellschaftlichen Umgang mit dem Holocaust und die Erinnerungskultur zu thematisieren.

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