Fußball: Barisic als „echter Wettbewerbsvorteil“ für Rapid

Wien (APA) - Während sich Double-Gewinner Red Bull Salzburg unter Neo-Trainer Peter Zeidler im Umbruch befindet, setzt Vizemeister Rapid auf...

Wien (APA) - Während sich Double-Gewinner Red Bull Salzburg unter Neo-Trainer Peter Zeidler im Umbruch befindet, setzt Vizemeister Rapid auf Kontinuität. „Wir schauen auf uns, was bei den anderen passiert, ist für uns nicht relevant, wir wollen uns weiterentwickeln“, betonte Rapid-Präsident Michael Krammer im Gespräch mit der APA und bezeichnete dabei Trainer Zoran Barisic als „echten Wettbewerbsvorteil“.

Diese Aussage untermauerte Krammer mit den drei ablösefreien Neuverpflichtungen von Liga-Konkurrent Grödig - Stefan Nutz, Philipp Huspek und Tomi -, die in erster Linie wegen Barisic nach Wien gekommen seien. Der 45-jährige Coach habe in den vergangenen beiden Jahren bewiesen, dass sowohl junge Spieler wie zuletzt etwa Philipp Schobesberger als auch ausländische Internationale wie Torjäger Robert Beric unter seiner Führung den nächsten Schritt machen können.

„Wie er gemeinsam mit Sportdirektor Andreas Müller die Mannschaft weiterentwickelt hat, mit dieser Spielphilosophie, das verdient ganz besondere Wertschätzung“, lobte der 54-jährige Club-Boss die Arbeit von Barisic in den höchsten Tönen. Auch für Admira-Trainer Oliver Lederer, der früher selbst bei Rapid gespielt hatte, haben die Hütteldorfer die „größte positive Entwicklung“ in der abgelaufenen Saison vollzogen. „Barisic hat Rapid zu einem Ballbesitz-Monster gemacht. Schobesberger, Kainz, Beric oder auch Schwab sind alle unter ihm besser geworden“, betonte Lederer unlängst.

Schon in seiner ersten vollen Saison als Rapid-Cheftrainer hatte Barisic im Vorjahr Platz zwei erreicht. Damals fehlten den Hütteldorfern am Ende allerdings satte 18 Punkte auf Meister Red Bull Salzburg, heuer dagegen nur noch sechs. Trotzdem will niemand bei Rapid den Meistertitel als Ziel für die kommende Saison ausgeben. „Wir halten nichts von großgoscherten Ankündigungen, sondern überzeugen lieber durch Leistung“, stellte Krammer klar.

Außerdem sei auch auf dem Transfermarkt noch bis Ende August Zeit, und damit „noch nicht das allerletzte Wort gesprochen“, wie der Rapid-Präsident anmerkte. Und auch wenn es den Hütteldorfern tatsächlich gelingen sollte, alle Leistungsträger zu halten, verfüge Titelverteidiger Salzburg noch immer über das „fünffache Budget“ der Grün-Weißen. „Wir arbeiten aber daran, auch diese Lücke zu schließen“, merkte Krammer kurz nach Abschluss des Großsponsorvertrages mit der internationalen Einkaufsgemeinschaft Lyoness an, der Rapid in den kommenden fünf Jahren 1,8 Millionen Euro pro Saison einbringt.

Kapitän Steffen Hofmann verwies ebenfalls darauf, das Salzburg über „deutlich mehr Mittel“ verfüge. „Deshalb werden sie auch in der nächsten Saison wieder Favorit sein“, sagte der Mittelfeldspieler, der am 9. September 35 Jahre alt wird und seit 2002 mit nur einer Saison Unterbrechung für Rapid spielt. Gleichzeitig gab es aber auch eine indirekte Kampfansage an die „Bullen“ von Hofmann: „Wir hatten in der letzten Saison eine gute Entwicklung, die noch nicht zu Ende ist.“ Dazu soll auch der Einzug in eine Europacup-Gruppenphase beitragen.


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