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OLG wies Klage von Tiroler Arzt nach Kletterunfall zurück

Innsbruck (APA) - Das Innsbrucker Oberlandesgericht hat - so wie das Erstgericht - die Klage eines Arztes nach einem Kletterunfall zurückgew...

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Innsbruck (APA) - Das Innsbrucker Oberlandesgericht hat - so wie das Erstgericht - die Klage eines Arztes nach einem Kletterunfall zurückgewiesen. Der Tiroler war von herabfallenden Steinen, ausgelöst durch den Vorkletterer, getroffen und schwer verletzt worden. Das OLG verneinte die Haftung des Vorkletterers: Erstbegehungen einer Kletterroute bergen ein höheres Gefahrenpotenzial hinsichtlich eines Steinschlags.

Auch bei sorgfältiger und vorsichtiger Bewegung im ungesicherten Hochgebirge sei es nicht zu vermeiden, dass durch Personen einzelne Steine gelöst werden beziehungsweise ein Steinschlag verursacht wird, hieß es in einer Aussendung am Dienstag. Der Beklagte habe zudem entsprechend „dem Rücksichtnahmegebot im Bergsport alles richtig gemacht“. Zunächst sei er brüchigem Gelände ausgewichen, und dann habe er den Felsen, in den er einen Klemmkeil gesetzt habe, visuell und durch Abklopfen kontrolliert.

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Der bei der Zugprüfung eines mobilen Klemmgeräts erfolgte Felsausbruch sei ein Zufall gewesen, „der auch für einen umsichtigen und sehr erfahrenen (...) Kletterer nicht vorhersehbar war, sondern ein plötzliches und unabwendbares Ereignis darstellt“. Der Beklagte, der dabei selbst über zwei Meter abgestürzt ist, könne daher für die schweren Verletzungen des Klägers nicht verantwortlich gemacht werden, hieß es.

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