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Radsport: Riis ließ Doping im CSC-Team zu

Kopenhagen (APA/dpa) - Der frühere Tour-de-France-Gewinner Bjarne Riis hat in seiner Zeit als Teamchef beim Radrennstall CSC nichts gegen Do...

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Kopenhagen (APA/dpa) - Der frühere Tour-de-France-Gewinner Bjarne Riis hat in seiner Zeit als Teamchef beim Radrennstall CSC nichts gegen Doping in den eigenen Reihen unternommen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht der dänischen Anti-Doping-Behörde ADD hervor. „Riis hat versäumt, zu intervenieren und das ist völlig inakzeptabel“, sagte ADD-Chef Michael Ask.

Sanktionen sind trotzdem nicht zu erwarten, da die Verjährungsfrist von acht Jahren abgelaufen ist. Der frühere deutsche CSC-Radprofi Jörg Jaksche, der von der ADD als Zeuge gehört worden war, hatte in der Vergangenheit mehrfach Riis beschuldigt, Doping zumindest begünstigt zu haben.

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Unter der Regie von Riis, der 2007 Doping gestanden hatte, gewann der spanische CSC-Fahrer Carlos Sastre im Jahr 2008 die Tour. Zu Beginn dieser Saison war Riis von seinem Posten als Sportdirektor beim Tinkoff-Saxo-Team, in dem Alberto Contador fährt, suspendiert worden.

Der 97 Seiten umfassende ADD-Report, der nach dreijährigen Recherchen kurz vor Tour-Beginn vorgelegt wurde, klagt auch die früheren dänischen Topfahrer Michael Rasmussen und Nicki Sörensen des Dopings an. Der Bericht umfasst die Zeit von 1998 bis 2015.


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