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Britische Finanzinstitute müssen „Brexit“ am meisten fürchten

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würde aus Sicht der Ratingagentur Standard &...

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Frankfurt am Main (APA/dpa) - Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würde aus Sicht der Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) zu einer Verlagerung des europäischen Bankenzentrums weg vom Schwergewicht London führen.

„Ein Brexit würde den Trend verstärken, dass globale Banken ihr Risikomanagement zumindest teilweise aus Großbritannien weg verlagern und [...] in Frankfurt, Paris, Madrid oder Mailand ansiedeln“, schreibt S&P in einem am Dienstag veröffentlichten Kommentar. Aktuell fänden fast ein Fünftel der globalen Bankenaktivitäten in Großbritannien statt. Premierminister David Cameron will bis Ende 2017 ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU abhalten.

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Nach den S&P-Angaben leistet der britische Finanzsektor trotz der Finanzkrise einen wesentlichen Beitrag für die britische Wirtschaft. Er biete geschätzte 1,4 Millionen Arbeitsplätze, der Anteil an der Einkommenssteuer und an Versicherungszuweisungen an das britische Schatzamt betrage etwa 12 Prozent: „Ein Brexit würde sehr wahrscheinlich den Zufluss von Direktinvestitionen in Fremdwährungen nach Großbritannien und insbesondere in den Finanzmarkt verringern.“ Zudem würden die Handelsüberschüsse von derzeit über 3 Prozent der Wirtschaftsleistung aus Finanzdienstleistungen deutlich sinken.

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