Khamenei schließt UNO-Inspektion von Atomanlagen aus

Teheran (APA/Reuters) - Der oberster Anführer der Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat die Inspektion der iranischen Atomanlagen durch internat...

Teheran (APA/Reuters) - Der oberster Anführer der Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat die Inspektion der iranischen Atomanlagen durch internationale Inspektoren ausgeschlossen. Dies sei eine „rote Linie“ in einem Abkommen mit der internationalen Gemeinschaft über eine Lösung im langjährigen Atomstreit, die nicht überschritten werden dürfe, sagte Khamenei am Dienstag laut dem Staatsfernsehen.

Khamenei stellte sich auch gegen ein Einfrieren iranischer Atomaktivitäten für eine lange Zeit und forderte die umgehende Aufhebung aller Sanktionen bei einer Einigung. „Das Einfrieren der iranischen Forschung und Entwicklung für eine lange Zeit wie zehn oder 15 Jahre ist nicht akzeptabel“, sagte der geistliche Führer, dem ein Vetorecht über ein Abkommen im Atomstreit zugeschrieben wird. „Sanktionen sollen sofort aufgehoben werden, wenn ein Abkommen unterzeichnet wird, und nicht mit der Überprüfung durch UNO-Inspektoren verknüpft.“

Der Iran und die UNO-Vetomächte sowie Deutschland verhandeln über eine Beilegung des langjährigen Atomstreits. Als Frist für eine Einigung setzen sich die Verhandler den 30. Juni. Eine Lösung soll sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelt. Im Gegenzug sollen Sanktionen des Westens und der UNO gegen den Iran aufgehoben werden. Die Endrunde der Gespräche findet in Wien statt.


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