Börse Frankfurt im Frühhandel wenig verändert

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Euphorie der Anleger am deutschen Aktienmarkt ist am Mittwoch abgeklungen. Craig Erlam vom Währungshän...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Euphorie der Anleger am deutschen Aktienmarkt ist am Mittwoch abgeklungen. Craig Erlam vom Währungshändler Oanda warnte vor zu hohen Erwartungen für eine rasche Lösung im griechischen Schuldenstreit. Das deutsche Ifo-Geschäftsklima, das sich im Juni stärker eintrübte als erwartet, bewegte die Kurse indes kaum. Der DAX pendelte um seinen gestrigen Schlussstand und notierte zuletzt 0,08 Prozent tiefer bei 11 532,95 Punkten.

Am Mittwochabend treffen sich die Euro-Finanzminister, um über die jüngsten Spar- und Reformvorschläge aus Griechenland zu beraten. Die Reformzusagen sind Voraussetzung für die Auszahlung dringend benötigter neuer Milliardenhilfen an das pleitebedrohte Land. Am Montag hatte der deutsche Leitindex mit einem knapp vierprozentigen Kurssprung den größten Tagesgewinn seit August 2012 erzielt und am Dienstag weiter zugelegt.

Dass die Athener Regierung Fortschritte in Richtung einer Einigung mit den Geldgebern gemacht, räumte Experte Erlam ein. Doch solche Gespräche gingen selten reibungslos über die Bühne, warnte er. Selbst im derzeit fortgeschrittenen Verhandlungsstadium könnten noch Meinungsverschiedenheiten für Verzögerungen sorgen.

Marktexperte Christian Henke vom Broker IG erinnerte an den schwindenden Rückhalt des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in der eigenen Partei. Die nötige Abstimmung im Parlament über die Sparforderungen der Gläubiger „könnte für Tsipras zum Desaster werden“.

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Unternehmensseitig sah die Agenda in Deutschland einmal mehr übersichtlich aus. Im DAX profitierten die vortags schwachen Versorgertitel von Berichten, wonach der deutsche Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel seine umstrittene Abgabe für alte Kohlekraftwerke aufgegeben hat. Dem Dementi Gabriels, dem zufolge die Gespräche weitergehen, schenkten die Anleger wenig Aufmerksamkeit.

Die Aktien des Essener Energiekonzerns RWE, für den Börsianern zufolge ein Aus der Kohle-Abgabe besonders positiv wäre, sprangen um 3,29 Prozent hoch. Bei Konkurrent Eon konnten sich die Anleger über Kursgewinne von 0,87 Prozent freuen.

Im MDax büßten die Titel von LEG Immobilien nach einer Kapitalerhöhung 1,30 Prozent auf 64,76 Euro ein. Im Tagesverlauf sei aber eine Kurserholung zu erwarten, erklärten Händler. Die rund 1,2 Millionen neuen Aktien zur Finanzierung eines Zukaufs seien für einen Stückpreis von 61,54 Euro an institutionelle Investoren verkauft worden, hatte das Unternehmen am Dienstagabend mitgeteilt. Damit nahm LEG 73,6 Millionen Euro ein.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA137 2015-06-24/10:40


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