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Anziehungskraft des Salafismus in Deutschland ungebrochen

Berlin (APA/AFP) - Die anhaltende Anziehungskraft radikalislamischer Ideologien bereitet den deutschen Sicherheitsbehörden große Sorge. Das ...

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Berlin (APA/AFP) - Die anhaltende Anziehungskraft radikalislamischer Ideologien bereitet den deutschen Sicherheitsbehörden große Sorge. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht nach neuesten Schätzungen vom Mittwoch von 700 Salafisten aus, die von Deutschland aus in die Kriegsländer Syrien und Irak ausgereist sind, um sich dort Jihadisten anzuschließen. Im vergangenen Sommer lag diese Zahl noch bei 450.

Viele der Ausgereisten seien dermaßen radikalisiert, dass sie in den Kampfgebieten den Tod in Kauf nähmen: Dem deutschen Verfassungsschutz liegen nach eigenen Angaben Hinweise über rund 100 Ausgereiste vor, die in Syrien oder im Irak bisher ums Leben gekommen sind. Seit Anfang des Jahres seien die Hinweise auf Todesfälle „stark gestiegen“. In Internetvideos haben sich mehrere deutsche Salafisten zu Selbstmordanschlägen bekannt.

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Der Zulauf zum Salafismus und zum „Islamischen Staat“ (IS) in Syrien und im Irak sei „ungebrochen“, warnte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. „Die Bedrohungslage wird immer komplexer.“

Die Jihad-Kämpfer rekrutieren sich in Deutschland aus einem extremistischen Umfeld, das immer weiter wächst. Der Verfassungsschutz veranschlagt die Zahl der Salafisten in Deutschland derzeit auf 7.500 - mit steigender Tendenz. Damit hat sich die Zahl innerhalb von drei Jahren verdoppelt.

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Als besonders auffällig stufen die Verfassungsschützer ein, dass immer mehr junge Frauen aus Deutschland die Ausreise in die Kriegsländer Syrien und Irak wagen. Unter den 700 Ausgereisten seien rund 100 Frauen, teilte das Bundesamt mit. Mehr als die Hälfte von ihnen war bei der Ausreise unter 25 Jahre alt, rund 15 Prozent waren sogar noch minderjährig. Es handle sich um Frauen, „die auf Rekrutierungsaktivitäten - sowohl im Internet als auch durch persönliche Kontakte - hereinfallen, sagte Maaßen.

Ungefähr ein Drittel der Ausgereisten ist inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt, wie der Verfassungsschutz schätzt. Bei mehr als 50 von ihnen lägen Erkenntnisse vor, dass sie tatsächlich Kampferfahrungen gesammelt haben.


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