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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Euphorie am deutschen Aktienmarkt ist am Mittwoch abgeebbt: Stockende Verhandlungen über die griechische Schuldenkrise trübten die Stimmung. Der wichtigste Aktienindex DAX schloss 0,62 Prozent tiefer bei 11.471,26 Punkten.

Eine Lösung stand bis zum Abend auf der Kippe, der Ausgang des Treffens der Euro-Finanzminister blieb völlig offen. Die Geldgeberinstitutionen konnten sich noch nicht mit der griechischen Regierung auf eine Vereinbarung für ein Spar- und Reformpaket verständigen.

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Seit Wochenbeginn hatte der Leitindex DAX in der Hoffnung auf eine Lösung des Griechenland-Dramas aber auch in der Spitze um 600 Punkte zugelegt. Am Montag hatte er den größten Tagesgewinn seit August 2012 erzielt.

Ein Ausscheiden des pleitebedrohten Landes aus der Eurozone soll verhindert werden: „An einem Grexit kann niemand Interesse haben“, sagte Analyst Dierk Brandenburg von der Fondsgesellschaft Fidelity. Sollten aber die Verhandlungen scheitern, wäre die Eurozone in der Lage, mit der quantitativen Lockerungspolitik und Unterstützungsmechanismen Folgen für die Finanzmärkte abzufedern. Schwankungen dürften aber zunehmen, sofern der EU-Gipfel wieder keine Lösung präsentiere.

Die Hoffnung auf das Aus für die geplante Kohle-Abgabe beflügelte die Aktien des in Kohlekraftwerken besonders engagierten Versorgers RWE: das Papier war mit plus 1,96 Prozent auf 20,31 Euro der Tagessieger im DAX. Die ARD hatte unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seine umstrittene Klimaabgabe für alte Kohlekraftwerke aufgegeben wolle. Nicht einmal das prompte Dementi Gabriels konnte den Optimismus der Anleger dann noch nennenswert dämpfen. Eon-Papiere fielen um 0,59 Prozent.

Tagesverlierer waren aber BASF-Aktien mit einem Minus von 1,64 Prozent auf 83,85 Euro. Die Chemiepapiere gehören zu den Werten, die jeweils besonders stark auf eine Indexbewegung reagieren. Europaweit gehörte die Branche nach einer Gewinnwarnung des britischen Spezialchemiekonzerns Elementis ohnehin zu den größten Verlierern. Lanxess-Aktien legten im DAX dennoch zu.

Tagesgewinner bei den mittelgroßen Werten waren Stada-Aktien, die ihre jüngste Aufwärtsbewegung um 1,20 Prozent auf 31,08 Euro ausbauten. Im Fokus stand aber die Einzelhandelsbranche nach einer Milliardenfusion in Europa: Die Supermarkt-Konzerne Ahold und Delhaize wollen sich mit ihrem Zusammenschluss gegen wachsende Konkurrenz auf dem wichtigen US-Markt wehren. Metro-Aktien verteuerten sich im MDax um 0,79 Prozent.

Federn lassen mussten dagegen die Titel von LEG Immobilien, die nach einer Kapitalerhöhung 1,69 Prozent auf 64,50 Euro verloren. Sie gingen damit allerdings deutlich über ihrem Tagestief bei 63,67 Euro aus dem Handel. Die rund 1,2 Millionen neuen Aktien zur Finanzierung eines Zukaufs wurden für je 61,54 Euro an institutionelle Investoren verkauft. Damit nahm LEG 73,6 Millionen Euro ein.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA506 2015-06-24/18:03


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