Tschad wies französischen Radiokorrespondenten aus

N‘Djamena/Paris (APA/dpa) - Ohne Vorwarnung oder Nennung von Gründen hat der Tschad einen Journalisten des französischen Auslandsradiosender...

N‘Djamena/Paris (APA/dpa) - Ohne Vorwarnung oder Nennung von Gründen hat der Tschad einen Journalisten des französischen Auslandsradiosenders RFI ausgewiesen. Laurent Correau sei am späten Dienstagabend in einem Hotel in der Hauptstadt N‘Djamena von Polizisten gestellt und zum sofortigen Heimflug gezwungen worden, meldete RFI am Mittwoch. Als der Journalist noch Anrufe tätigen wollte, ohrfeigten ihn die Polizisten demnach.

Die französische Botschafterin habe es noch zum Flughafen geschafft, hätte jedoch nicht mehr mit Correau sprechen können. Er sei für Recherchen zu dem bevorstehenden Prozess gegen den früheren tschadischen Diktator Hissene Habre im Land gewesen. Der Prozess im Senegal soll am 20. Juli beginnen. RFI ist in Afrika ein einflussreicher Sender. Der zentralafrikanische Staat Tschad gilt als Verbündeter Frankreichs im Kampf gegen islamistischen Terrorismus.


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