Asyl: Mikl-Leitner will Ende des Streits

Wien (APA) - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) plädiert für ein Ende des Streits in der Flüchtlingsfrage: „Das will ich nicht fortf...

Wien (APA) - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) plädiert für ein Ende des Streits in der Flüchtlingsfrage: „Das will ich nicht fortführen, weil das bringt uns keinen Millimeter weiter“, erklärte sie als Reaktion auf das Scheitern des gestrigen Asylgipfels im Gespräch mit der APA.

Mikl-Leitner will das positive aus der Unterredung der Regierung mit den Landeshauptleuten mitnehmen. Denn immerhin werde mit der Zusicherung, dass bis Ende Juli 6.500 Plätze geschaffen werden, ein „Etappenziel“ erreicht. Wo die Plätze entstehen, wolle das Ministerium nächste Woche gemeinsam mit den Bundesländern konkretisieren.

Auch die Option, Flüchtlinge über den Sommer in Horten, Studentenheim und ähnlichen Einrichtungen unterzubringen, ist nicht vom Tisch. Im Gegenteil könnte man solche Quartiere für eine Übergangsphase nützen, meint die Innenministerin.

Entlastet werden sollen vor allem die Bundeseinrichtungen in Traiskirchen und Thalham. Dabei soll auch die Umstellung der Systematik im Verfahren mit der Errichtung von Verteilerzentren in den Ländern helfen. Freilich schränkt Mikl-Leitner ein, dass die Umstellung das System nur gerechter mache, Quartiere müssten natürlich weiter gesucht werden.

Gestern sei jedenfalls allen bewusst geworden, dass es keine einfachen Antworten auf die Quartierfrage gebe und es gute Gründe gegeben habe, wieso sie Zelte aufstellen habe lassen, resümierte die Innenministerin. Einfache Lösungen gebe es dabei nicht.


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