Aktivisten: Kurden vertrieben IS-Miliz wieder aus Kobane

Kobane (Ayn al-Arab/Kobani) (APA/AFP) - Die kurdischen Milizen haben laut Aktivisten die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) wieder aus ...

Kobane (Ayn al-Arab/Kobani) (APA/AFP) - Die kurdischen Milizen haben laut Aktivisten die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) wieder aus der syrischen Grenzstadt Kobane vertrieben. Zwei Tage nach Beginn einer IS-Offensive auf die Stadt an der Grenze zur Türkei hätten die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) wieder die Kontrolle über die IS-Stellungen errungen.

Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Der kurdische Aktivist Rudi Mohammed Amin sagte, die gesamte Stadt sei wieder unter Kontrolle der YPG. Zahlreiche IS-Kämpfer seien getötet oder verletzt worden.

Die Jihadisten waren im Jänner nach viermonatigen Kämpfen zum Rückzug aus Kobane gezwungen worden, hatten am Donnerstag aber mit drei Selbstmordanschlägen überraschend eine neue Offensive gestartet. Laut der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netz von Informanten stützt und deren Angaben nur schwer zu überprüfen sind, töteten die IS-Kämpfer bei ihrem Angriff mehr als 120 Zivilisten. Laut Aktivisten wollten die Jihadisten die Stadt nicht erobern, sondern möglichst viele Zivilisten töten. Beobachter sprachen von einem „Ablenkungsmanöver“, nachdem die IS-Miliz an anderer Front unter Druck geraten war.


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