Anschlag in Tunesien - Mindestens 15 Briten unter Todesopfer

Sousse/Tunis (APA/dpa/AFP) - Unter den 39 Todesopfern des Terrorattentats auf ein Ferienhotel in Tunesien sind mindestens 15 Briten. Das gab...

Sousse/Tunis (APA/dpa/AFP) - Unter den 39 Todesopfern des Terrorattentats auf ein Ferienhotel in Tunesien sind mindestens 15 Briten. Das gab der britische Außenstaatssekretär Tobis Ellwood am Samstag in London bekannt. Dies sei die höchste Zahl britischer Anschlagsopfer seit den Anschlägen in London vom Juli 2005. Damals wurden 52 Menschen getötet.

Die Zahl der britische Anschlagsopfer in Tunesien könne noch steigen, hieß es. Unterdessen flogen britische Reiseveranstalter am Samstag 1.000 Landsleute aus. 5.400 Briten seien noch in Tunesien, hieß es. In Deutschland hat unterdessen Außenminister Frank-Walter Steinmeier bestätigt, dass unter den Toten des Anschlags auch mindestens ein Deutscher ist. Eine weitere deutsche Staatsangehörige sei verletzt worden, erklärte er am Samstag in Berlin. Zum jetzigen Zeitpunkt könne überdies nicht völlig ausgeschlossen werden, „dass noch einige wenige Deutsche unter den Opfern sind“. Laut tunesischem Gesundheitsministerium wurde bisher außerdem eine Belgierin identifiziert. Auch eine Irin und eine Portugiesin sind unter den Toten, wie die jeweiligen Regierungen mitteilten.

„Versuche, durch Anschläge wie in Sousse oder auf das Bardo-Museum Tunesien von seinem mutigen Weg abzubringen, werden und sie dürfen nicht gelingen“, sagte Steinmeier weiter. Tunesien habe „im Kampf gegen den Terror unsere volle Unterstützung“. Das gelte auch für Tunesiens Ringen um seine wirtschaftliche und demokratische Zukunft.

Der Dalai Lama, geistliches Oberhaupt der buddhistischen Tibeter, verurteilte am Samstag die jüngsten Anschläge. „Ein Mensch tötet einen anderen Menschen. In einigen Fällen nutzen sie ihren religiösen Glauben als Motiv - das ist undenkbar“, sagte der 79-Jährige, der in Großbritannien beim Rockfestival in Glastonbury eine Rede halten und bei einem Buddhisten-Kongress sprechen will.

Er kündigte an, bis zu seinem Tod die Einigkeit der Völker zu betreiben. „Ich glaube nicht, dass ich es zu Lebzeiten schaffe, aber wir müssen starten“, sagte der Dalai Lama bei seiner Ankunft am Flughafen Heathrow.


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