Griechenland - ELA ist das Notfallinstrument im Zentralbankensystem

Frankfurt/Athen (APA/AFP) - Das ELA-Programm ist ein Notfallinstrument im europäischen Zentralbankensystem. Es richtet sich an Banken, die s...

Frankfurt/Athen (APA/AFP) - Das ELA-Programm ist ein Notfallinstrument im europäischen Zentralbankensystem. Es richtet sich an Banken, die sich zeitweise in einer außergewöhnlichen Situation befinden. Die Abkürzung ELA steht für die englische Bezeichnung Emergency Liquidity Assistance. Für Griechenland sind die Hilfen zuletzt zu einer Art Blutspende geworden, ohne die das Finanzsystem des Landes zusammenbrechen würde.

Vermutlich am Sonntag wird die Europäische Zentralbank (EZB) darüber entscheiden müssen, ob sie die Hilfen fortsetzt.

Grundsätzlich können Geldhäuser, die im Prinzip zahlungsfähig sind, aber vorübergehend Liquiditätsprobleme haben, bei der Zentralbank ihres Landes ELA-Kredite aufnehmen. Diese müssen allerdings vom EZB-Rat ab einer gewissen Höhe genehmigt werden. Nicht kreditwürdige Banken können nicht auf Unterstützung aus dem ELA-Programm hoffen. Über die Kreditwürdigkeit entscheidet die EZB.

Bereits im Jahr 2012 griffen griechische Banken in großem Stil auf das Programm zurück. Da die EZB seit Mitte Februar keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit für ihre regulären Kredite akzeptiert, müssen sich die Banken des Landes seither über das ELA-Programm mit Geld versorgen.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA069 2015-06-28/10:41


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