Griechenland - Früherer EZB-Banker bezweifelt weitere ELA-Nothilfen

Athen/Frankfurt (APA) - Die Europäische Zentralbank (EZB) kann nach Aussagen eines früheren Ratsmitgliedes die ELA-Nothilfen nicht länger fo...

Athen/Frankfurt (APA) - Die Europäische Zentralbank (EZB) kann nach Aussagen eines früheren Ratsmitgliedes die ELA-Nothilfen nicht länger fortsetzen. „Angesichts der Unsicherheit über Griechenland im Euro ist die EZB nicht mehr in der Lage, Liquidität an die griechischen Banken zu liefern“, erklärte Lorenzo Bini Smaghi am Sonntag in der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Die kommende Woche dürfte dramatisch werden für die griechischen Bürger. Sie würden versuchen, ihr Geld von den Banken zu erhalten, diese werden aber „sehr wahrscheinlich nicht in der Lage sein, dies zu tun“, so Bini Smaghi. Der italienische Ökonom war bis Ende 2011 Mitglied des Direktoriums der EZB.

Der EZB-Rat hat am Sonntag zu Mittag in einer Telefonkonferenz darüber beraten, ob den griechischen Geldinstituten weiter ELA-Nothilfen gewährt werden sollen. Laut APA-Informationen ist die Sitzung soeben zu Ende gegangen, es soll eine Pressemitteilung der EZB zu den Ergebnissen erfolgen.

Laut von Reuters zitierten Insidern erwägt die EZB, die Notkredite weiter zu gewähren, die Bedingungen dafür aber zu verschärfen. Demnach könnten die Sicherheiten der griechischen Banken niedriger bewertet werden, die für Zentralbankgeld hinterlegt werden.

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~ WEB http://www.ecb.int ~ APA130 2015-06-28/12:43


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