Griechenland - Lagarde enttäuscht aber weiter gesprächsbereit

Washington/Athen (APA/dpa) - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat sich enttäuscht über die Zuspitzung ...

Washington/Athen (APA/dpa) - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat sich enttäuscht über die Zuspitzung der Griechenland-Krise geäußert. Zugleich betonte sie am Sonntag aber die anhaltende Bereitschaft zur Suche nach einer Lösung. „Die kommenden Tage werden ganz klar wichtig sein“, hieß es in einer schriftlichen Erklärung.

Lagarde begrüßte „die Erklärungen der Eurogruppe und der Europäischen Zentralbank (EZB), weiterhin alle verfügbaren Instrumente zu nutzen, um die Integrität und Stabilität der Eurozone zu bewahren“. Der IWF werde weiterhin die Entwicklungen in Griechenland und in anderen benachbarten Staaten sorgfältig beobachten und stehe zur Unterstützung bereit, falls diese erforderlich sei.

In dieser Woche läuft das Hilfsprogramm von Euro-Partnern, IWF und EZB für den griechischen Staat aus. Damit fehlen dem hoch verschuldeten Land Milliarden, die dringend zur fälligen Tilgung von Schulden beim IWF benötigt werden. Denkbar sind damit auf mittlere Sicht auch der Staatsbankrott und das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone.

~ WEB http://www.imf.org ~ APA275 2015-06-28/18:36


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