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Tiroler Meisterschaften zwischen Glutofen und Kühlbecken

Der Hitze zum Trotz gingen Tirols beste Schwimmer im Tivoli-Wasser auf Meistersuche. Herausragend dabei: Emma Gschwentner, Bernhard Reitshammer. Härter erwischte es die Tiroler Leichtathleten am USI-Areal.

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Die Tiroler Schwimmer suchten im Wettkampfbecken Abkühlung und ihre Meister.
© Vanessa Weingartner / TT

Von Roman Stelzl

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Heißer Kampf im kühlen Becken

An einem Wochenende, an dem das Quecksilber am liebsten aus dem Thermometer springen würde, klingt eine Tiroler Meisterschaft im Schwimmen nach einer Wohltat. Weniger für die aufopfernden Helfer am Beckenrand als vielmehr für die Athleten, die im Innsbrucker Tivoli um Titel kämpften.

„Das mit der Hitze ist kein Problem. Wir sind so viel im Wasser, dass wir das gar nicht mitbekommen“, meinte Emma Gschwentner – und keiner dürfte das besser wissen als die 17-jährige Athletin des SC Innsbruck. Gschwentner schwamm zu insgesamt zwölf Meistertiteln und wurde vor Teamkollegin Lena Opatril (11) zum erfolgreichsten Goldhamster der Wettkämpfe. Gschwentner: „Es war super. Ich hoffe, dass es auch in zwei Wochen bei den österreichischen Meisterschaften so gut läuft.“

Dieselben Hoffnungen hegt Bernhard Reitshammer (TWV). Tirols Ausnahme-Schwimmer holte sich neun Meistertitel und stellte gleich vier Tiroler Rekorde auf. „Das Training läuft derzeit optimal. Wir pushen uns gegenseitig, ich bin sehr gut drauf“, meinte der Absamer. Der Rücken-Spezialist behauptete sich zudem mit je zwei Rekorden auf der Kraul- und Brust-Strecke. Also schon Ambitionen zum Lagen-Schwimmer? „Na ja, dazu fehlt mir mit dem Delfin leider noch eine Strecke.“

Beinahe-Rekord und Hitzeleistungen

Während die Schwimmer im Becken der Hitze entrannen, mussten die Leichtathleten den Kampf mit der Sonne an der Oberfläche austragen. Die hohen Temperaturen forderten dabei auf dem USI-Gelände ihren Tribut, vor allem beim Veranstalterverein IAC Pharmador, dessen OK-Team am Samstag und Sonntag bei über 35 Grad dahinbrütete. „Das meiste waren Hitzeleistungen, da war bis auf den Beinahe-Rekord von Kira Grünberg nicht wirklich Herausragendes dabei“, meinte IAC-Obmann Peter Frizzi, der als Kampfrichter wie alle Helfer abends müde ins Bett fiel.

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Auch Tirols Verbandspräsident Reinhard Kessler fand in erster Linie lobende Worte für Stabhochspringerin Grünberg, die nur knapp an 4,50 Meter und damit am österreichischen Rekord vorbeigeschrammt war. Als Draufgabe räumte die sprintstarke Innsbruckerin Gold über die 100 Meter Hürden ab. „Es ist zudem sehr erfreulich zu sehen, dass die Jungen so überzeugt haben und sich die Meistertitel holten. Auch die Verteilung auf diverse Vereine zeigt, dass die Nachwuchsarbeit funktioniert“, lobte Kessler die Leistung der Tiroler.

Bei den Damen durfte sich die TS Schwaz mit den meisten Federn schmücken: Fünf Meistertitel wanderten in die Silberstadt. Dieselbe Zahl an Goldmedaillen gab es bei den Herren für die Lokalmatadoren des IAC.

Tiroler Meisterschaften - Ergebnisse

Schwimmen

Mehrfach-Medaillengewinner (Junioren und AK):

1. Emma Gschwentner 12/7/1; 2. Lena Opatril (Tiroler Rekord 800 m Freistil/beide SC Innsbruck) 11/7/3, 3. Alexander Knabl (Tiroler Rekord 50 m Schmetterling & 200 m Kraul/TWV Telfs) 9/1/1, 3. Christian Speckbacher (SU Hall) 9/1/1, 5. Bernhard Reitshammer (Tiroler Rekorde über 50 m Kraul, 100 m Kraul, 50 m Brust, 100 m Brust/TWVI) 9/1/0, 6. Xaver Gschwentner (SCI) 7/6/2.

Medaillenspiegel:

1. SC IKB Innsbruck 67 Gold/55 Silber/33 Bronze, 2. TWV Innsbruck 48/12/19, 3. SU Citynet@ Hall 42/29/27, 4. SC Söll 19/9/2, 5. TWV Telfs 19/4/8, 6. SC Wörgl 17/9/6.

Leichtathletik

Damen:

100 m & Weit: Obetzhofer. 200 m: Haberditz. 400 m: Steinlechner (alle TS Schwaz). 800 m & 1500 m: Taxer (Union Lienz). 100 m Hürden & Stabhoch: Grünberg (ATSVI). 400 m Hürden: Barbist (SV Pharmador). Diskus: Stern (IAC). Dreisprung: Macht (IAC). Hoch: Dörr (ATSVI). Kugel: Scheffauer (IAC). Speer: Lukacs (ATSVI).

Herren:

100 m: Karpf (IAC). 200 m & 400 m: Abfalter (ITSG). 800 m & 1500 m: Kopp (SC Breitenbach). 110 m Hürden: Linser (SV Reutte). 400 m Hürden: Wickert (TI), Weitsprung: Walch (SV Reutte). Dreisprung: Kapferer (IAC). Stabhoch: Wirth (ATSVI). Hoch, Kugel & Diskus: Wiemer (IAC). Speer: Maierhofer (TI).


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