Grazer Anklagebehörde für Verlegung von Amoklenker

Jener 26-Jährige, der Mitte Juni bei einer Amokfahrt in der Grazer Innenstadt drei Menschen getötet hat, soll in die Wiener Justizanstalt Josefstadt verlegt werden. Die Strafanstalt in Graz beantragte die Verlegung.

Symbolfoto.
© TT/Thomas Böhm

Graz, Wien – Die Staatsanwaltschaft Graz hat keine Einwände gegen eine mögliche Verlegung des Amokfahrers, der den Tod von drei Menschen verschuldet haben soll, in die Wiener Justizanstalt Josefstadt. Das erklärte der Sprecher der Behörde, Christian Kroschl, am Montag gegenüber der APA. Seitens der Generaldirektion für Strafvollzug wurde der Antrag der Strafanstalt Graz-Jakomini von vornherein befürwortet.

Der 26-Jährige befindet sich derzeit in der Justizanstalt Graz-Jakomini. Morgen, Dienstag, soll die nächste Haftprüfungsverhandlung stattfinden. Die Entscheidung über den Aufenthalt des Verdächtigen liegt aber allein bei der Generaldirektion für Strafvollzug, das Grazer Gericht kann dazu nur gehört werden.

Die Verlegung wurde von der Justizanstalt Graz-Jakomini beantragt. Dabei geht es einerseits um die große Emotionalität bei Insassen und Personal, andererseits soll der Beschuldigte „autoaggressive Handlungen“ gesetzt haben und sich auch den Mitgefangenen gegenüber aggressiv verhalten haben. In der Justizanstalt Josefstadt würde eine Sonderkrankenstation zur Betreuung des Mannes zur Verfügung stehen. (APA)


Schlagworte