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Europas Leitbörsen zur Eröffnung gut behauptet erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte dürften am Dienstag zur Eröffnung eine gut behauptete Tendenz zeigen. Das al...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte dürften am Dienstag zur Eröffnung eine gut behauptete Tendenz zeigen. Das alles entscheidende Thema bleibt Händlern zufolge der Schuldenstreit Griechenlands mit seinen Geldgebern.

Zwei Tage nach dem Referendum in Griechenland treffen sich Spitzenpolitiker der 19 Eurostaaten, um Auswege aus der zugespitzten Schuldenkrise zu finden. Aus Unternehmenssicht sollten Spekulationen über eine Großfusion im deutschen Mediengewerbe im Fokus stehen zwischen Axel Springer und ProSiebenSat.1.

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Für den DAX zeichnete sich gut eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn ein Anstieg von 0,14 Prozent bei 10.906 Punkten ab. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex wegen des Neins im Griechenland-Referendum gut 1,5 Prozent an Wert verloren. Der Euro-Stoxx-50 wird am Dienstagmorgen ebenfalls mit leichten Zugewinnen erwartet.

Am Dienstag in Brüssel beraten zunächst die Euro-Finanzminister, ob mit Athen über ein neues Hilfsprogramm verhandelt werden kann. Anschließend treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten. Auch Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem und der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, werden teilnehmen.

Athens Regierung hat sich unterdessen mit den griechischen Oppositionsparteien auf eine gemeinsame Linie für die anstehenden Gespräche mit den internationalen Geldgebern verständigt. Danach wird die „Aufnahme substanzieller Gespräche“ über eine Umstrukturierung der griechischen Staatsschulden eines der Ziele Athens sein. Das dürfte aber in der Eurogruppe auf Widerstand stoßen. Die Banken im Euro-Krisenstaat Griechenland bleiben bis wenigstens Mittwochabend weiter geschlossen.

Kreisen zufolge prüfen ProSiebenSat.1 und Axel Springer einen Zusammenschluss. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Sprecher beider Unternehmen hätten einen Kommentar abgelehnt.

Ein Händler zeigte sich am Morgen skeptisch über einen Erfolg der in Aussicht gestellten Transaktion: Der Verlagskonzern Springer habe bereits vor zehn Jahren versucht, das TV-Unternehmen ProSieben zu schlucken und sei damals von den Kartellbehörden abgewiesen worden. Ein solches Unterfangen dürfte heute nicht viel leichter werden, glaubt er.

Aber allein die Spekulationen darüber dürften den Aktien beider Medienhäuser am Dienstag deutliche Kursgewinne bescheren: Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) schnellten die Papiere von ProSiebenSat.1 im vorbörslichen Handel zuletzt um 6,57 Prozent nach oben. Die Anteilsscheine von Axel Springer stiegen gar um 9,43 Prozent.

Die Aktien von SAP zählten vorbörslich bei Lang & Schwarz mit einem Plus von 1,17 Prozent zu den besten DAX-Werten. Händler verwiesen auf eine Hochstufung der Papiere des Walldorfer Softwarekonzerns durch die Schweizer Großbank UBS. Analyst Michael Briest rechnet mit Rückenwind für den DAX-Konzern durch die schnelle Datenbanktechnik Hana. Er hob seine Anlageempfehlung von „Neutral“ auf „Buy“ und das Kursziel von 71 auf 72 Euro an.

Negative Nachrichten aus dem Technologiesektor nach einer Gewinnwarnung von D spielten zunächst offenbar kaum eine Rolle. Der US-Halbleiterkonzern hatte seine Umsatz- und Gewinnprognose für das zweite Quartal zurücknehmen müssen. Die Aktie stürzte daraufhin im nachbörslichen Handel um mehr als 13 Prozent ab.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA058 2015-07-07/08:45


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