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Griechenland - Gabriel: Aufnahme in den Euro „sehr naiv“

Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel kritisiert Fehler bei der Aufnahme Griechenlands in die Eurozone. „Die Aufnahme G...

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Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel kritisiert Fehler bei der Aufnahme Griechenlands in die Eurozone. „Die Aufnahme Griechenlands in den Euro ist aus heutiger Sicht sehr naiv erfolgt“, sagte Gabriel in einem Interview des Hamburger Magazins „Stern“.

Schlimmer sei aber, dass alle viel zu lange zugeschaut haben, wie das Land immer tiefer in die Krise geriet, fügte der SPD-Chef hinzu.

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Gabriel warb um Verständnis für die griechische Bevölkerung und für humanitäre Hilfsprogramme angesichts der sich abzeichnenden Not nach einer Zahlungsunfähigkeit des Landes. Man könne aber über die Möglichkeit, die Schulden zu verringern, erst dann reden, wenn die griechische Regierung auch zeige, dass sie Reformen umsetze.

Die Aufnahme Griechenlands hatte maßgeblich die damalige rot-grüne deutsche Regierung unter Gerhard Schröder (1998-2005) vorangetrieben. Als Lehre aus dem Niedergang Griechenlands forderte Gabriel, auch bei anderen Problemen in Europa nicht wegzuschauen. Er nannte die Verletzung demokratischer Spielregeln in Ungarn und die Diskriminierung von Sinti und Roma in einigen EU-Staaten.


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