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Anschober warnt vor Strompreiserhöhung in Österreich

Linz (APA) - Oberösterreichs Energielandesrat Rudi Anschober (Grüne) warnt vor einer möglichen Steigerung des Strompreises. Grund dafür sei,...

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Linz (APA) - Oberösterreichs Energielandesrat Rudi Anschober (Grüne) warnt vor einer möglichen Steigerung des Strompreises. Grund dafür sei, dass auf europäischer Ebene die Marktzonen geprüft werden. Derzeit bilden Österreich und Deutschland eine Zone. Sollte diese 2019/2020 fallen, könnten dem Wirtschaftsstandort Österreich Mehrkosten von 300 Mio. Euro pro Jahr entstehen, hieß es am Mittwoch in Linz.

Das gemeinsame Marktgebiet Deutschland-Österreich nutze vor allem (Ober)Österreich. „Es senkt die Strompreise, weil wir damit auch vom billigen Offshore-Wind profitieren“, erklärte der Landesrat laut Unterlagen zur Pressekonferenz. Zudem sei der Wettbewerb besser. Würden anstelle der bestehenden Zone nationale Grenzen eingeführt, würden diese Vorteile wegfallen. Die Folge: Laut Anschober könnten die Strompreise für Betriebe um 5 bis 6 Prozent steigen für die privaten Haushalte um 3 bis 4 Prozent.

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Wegen Netzeinspeisungsproblemen in Deutschland - die hohe Windeinspeisung in Norddeutschland kann aufgrund fehlender Leitungen nicht zu den Lastenzentren in den Süden kommen - prognostiziert die Bundesnetzagentur für das Jahr 2019/20 einen Engpass von 5.700 Megawatt (MW) im Süden Deutschlands. Jetzt innerhalb des EU-Binnenmarktes das bisherige Gebiet Deutschland-Österreich zu trennen, könne nicht die Antwort auf diese Netzprobleme sein. Anschober will daher in der Landesregierungssitzung nächsten Montag einen Antrag einbringen, dass Oberösterreich eine Initiative bei der Bundesregierung startet, „damit sich Österreich für ein Beibehalten des gemeinsamen Strommarktes mit aller Energie engagiert“.


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