Entgeltliche Einschaltung

Irakische Justiz verhängt 24 Todesurteile wegen Massakers in Tikrit

Bagdad (APA/AFP) - Wegen des Massakers von Jihadisten an Hunderten Rekruten in der Stadt Tikrit hat die irakische Justiz am Mittwoch 24 Mens...

  • Artikel
  • Diskussion

Bagdad (APA/AFP) - Wegen des Massakers von Jihadisten an Hunderten Rekruten in der Stadt Tikrit hat die irakische Justiz am Mittwoch 24 Menschen zum Tode verurteilt. Das Gericht in Bagdad befand nach eigenen Angaben nach Beratungen, dass die gesammelten Beweise ausreichten, „um 24 Angeklagte zu bestrafen“. Die Verantwortlichen für das Massaker wurden zum Tod durch den Strang verurteilt, sagte der Richter.

Die Verurteilten hatten allesamt eine Schuld zurückgewiesen. Angeklagt waren insgesamt 28 Verdächtige. Kämpfer der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) und Verbündete hatten im Sommer vergangenen Jahres von der Militärbasis Speicher in Tikrit nördlich der Hauptstadt Bagdad Hunderte zumeist schiitische Armeerekruten verschleppt, nachdem die Extremisten im Zuge einer Blitzoffensive weite Landesteile erobert hatten. Anschließend stellte der IS Bilder und Videos ins Internet, welche die Ermordung der Männer zeigten. Einige Leichen wurden demnach in den Tigris-Fluss geworfen, andere in Massengräbern verscharrt.

Entgeltliche Einschaltung

Das Massaker hatte im Irak und weltweit für Entsetzen gesorgt und dazu beigetragen, Unterstützung im Kampf gegen die Jihadisten zu mobilisieren. Nach der Rückeroberung von Tikrit durch die irakische Armee im Frühling waren zahlreiche Massengräber mit rund 600 Leichen entdeckt worden, bei denen es sich offenbar um die sterblichen Überreste von Opfern des Massakers handelte. Schätzungen gehen von bis 1.700 Toten bei dem Speicher-Massaker aus.

50 x € 100,- Heizkostenzuschuss zu gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren

Entgeltliche Einschaltung