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Südsudans Rebellenchef: Kein Frieden ohne Rücktritt des Präsidenten

Juba (APA/AFP) - Die südsudanesischen Rebellen halten einen Friedensschluss in ihrem Land ohne Rücktritt des Präsidenten Salva Kiir nicht fü...

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Juba (APA/AFP) - Die südsudanesischen Rebellen halten einen Friedensschluss in ihrem Land ohne Rücktritt des Präsidenten Salva Kiir nicht für möglich. Der Chef der aufständischen, Riek Machar, sagte am Mittwoch in Nairobi, Kiir trage die Schuld für das Wiederaufflammen der Kämpfe und müsse zurücktreten. Sollte sich der Präsident weigern, habe das Volk „jedes Recht sich zu erheben, um das Regime zu stürzen“.

Das Parlament in Juba hatte im März einer Verlängerung von Kiirs Amtszeit um drei Jahre zugestimmt. Die ursprünglich für 2015 vorgesehenen Wahlen rückten dadurch in weite Ferne. Machar vertrat allerdings die Auffassung, dass Kiirs Mandat bereits am Donnerstag ende. Ab diesem Zeitpunkt werde die Regierung als „verfassungswidrig und illegal“ angesehen.

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Der Machtkampf zwischen Kiir und seinem langjährigen Rivalen und ehemaligen Stellvertreter Machar hatte sich im Dezember 2013 zugespitzt. Seitdem versank der junge, schwach entwickelte Staat in einer Spirale der Gewalt. Verschärft wird der Konflikt dadurch, dass die Politiker unterschiedlichen Volksgruppen angehören.

Schätzungen zufolge wurden in dem Konflikt zehntausende Menschen getötet. Rund die Hälfte der zwölf Millionen Einwohner sind nach UN-Angaben auf Hilfe zum Überleben angewiesen. Am Donnerstag begeht der Südsudan den vierten Jahrestag seiner Unabhängigkeit vom Sudan am 9. Juli 2011.


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