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Aliyev-Prozess 4 - Verhandlung geschlossen, Urteile am Freitag

Astana/Wien (APA) - Mit den Schlussvorträgen von Staatsanwaltschaft, Privatbeteiligten-Vertretern und Verteidigern ist am Mittwoch der Proze...

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Astana/Wien (APA) - Mit den Schlussvorträgen von Staatsanwaltschaft, Privatbeteiligten-Vertretern und Verteidigern ist am Mittwoch der Prozess um die Ermordung der kasachischen Banker Zholdas Timraliyev und Aybar Khasenov abgeschlossen worden. Nachdem auch die Angeklagten Vadim Koshlyak und Alnur Mussayev noch ein Schlusswort abgegeben hatten, erklärte Richter Andreas Böhm knapp vor 17:30 Uhr die Verhandlung für geschlossen.

„Das ist ein politischer Fall. Im kriminellen Sinn bin ich unschuldig“, hielt sich der frühere KNB-Chef Mussayev mit Verweis auf die vorangegangenen Ausführungen seines Rechtsvertreters kurz und bündig. Koshlyak, der ehemalige Sicherheitsberater des am 24. Februar tot in seiner Zelle in der Justizanstalt Wien-Josefstadt aufgefundenen Rakhat Aliyev, der in dieser Causa als Hauptangeklagter fungiert hätte, wandte sich in deutscher Sprache an die Geschworenen: „Ich bin ein Staatsfeind in Kasachstan. Meine Gegner haben unbeschränkte Möglichkeiten. Ich habe meine Heimat, meine Freunde, meine Wurzeln verloren.“ Dessen ungeachtet sei er froh, seine Kinder in Österreich aufwachsen zu sehen. Abschließend bemerkte Koshlyak zu den Laienrichtern: „Ich lege mein Leben und die Zukunft meiner Familie in ihrer Hände. Möge Gott Ihnen dabei helfen.“

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Die Geschworenen nehmen am kommenden Freitag um 09.00 Uhr ihre Beratungen über die Schuldfrage auf. Wie lange sie benötigen werden, um den ihnen vorgelegten, umfangreichen Fragenkatalog beantworten zu können, ist nicht absehbar. Folglich ist auch der Zeitpunkt der Urteilsverkündung nicht vorhersehbar.

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