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Zürcher Börse schließt deutlich höher

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich höher geschlossen, trotz der anhaltenden Schuldenkrise in Griechen...

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Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich höher geschlossen, trotz der anhaltenden Schuldenkrise in Griechenland und einem Einbruch der chinesischen Börsen. Mit der heutigen starken Performance hat der Leitindex SMI gar einen Großteil der Anfang Woche erlittenen Verluste wettgemacht.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,01 Prozent höher bei 8.852,43 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,88 Prozent auf 8.971,81 Zähler. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen 24 im Plus und sechs im Minus.

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Obwohl noch keine substanziellen Lösungen für die griechische Schuldenkrise auf dem Tisch liegen, hat der Schweizer Markt auf erste Nachrichten im Schuldenstreit positiv reagiert. Daran änderte auch eine deutlich schwächer eröffnende US-Börse nichts, die die Gewinne im SMI nur kurz schmälerte.

Die starken Gewinne im SMI waren aber auch der starken Nachfrage nach den defensiven Schwergewichten geschuldet, die im momentanen Marktumfeld zunehmend gesucht sind. Gut aufgenommen hatten die Investoren, dass Griechenland offiziell um ein dreijähriges Hilfspaket des Euro-Rettungsschirmes ESM nachgefragt hat.

Aus Händlerkreisen war zu vernehmen, dass dies als Indiz zu werten sei, dass sich Griechenland diesmal an den Zeitplan halten wolle. Die EU ihrerseits hat als definitive Deadline für die Eingabe der griechischen Reformpläne den Donnerstagabend festgesetzt.

Die Reformvorschläge werden die Grundlage für ein neues Hilfspaket bilden, falls diese von den Geldgebern als hinreichend betrachtet werden. Für weiteren Gesprächsstoff sorgten am Berichtstag zudem die Kursrutsche an Chinas Börsen. Manche Analysten befürchten, dass die dortige Panik auf Europa und die USA überschwappen und dies die US-Notenbank zu einer späteren Anhebung der Zinsen veranlassen könnte.

Die größten Gewinne unter den Blue Chips verzeichneten die Aktien des Ölservice-Unternehmens Transocean, die um 4,2 Prozent anzogen. Der Markt habe erfreut auf die Nachricht reagiert, dass ein Konkurrent einen Großauftrag an Land gezogen habe, hieß es in Marktkreisen.

Hauptverantwortlich für den Anstieg des SMI waren allerdings die defensiven Schwergewichte, die bei der zunehmenden Unsicherheit bezüglich der Zukunft Griechenlands stark gefragt waren. So stiegen Roche um 1,8 Prozent, Novartis um 2,1 Prozent und Nestle immerhin noch um 0,8 Prozent. Die drei Schwergewichte zeichneten damit für rund 80 Punkte zum Anstieg von etwa 88 Punkten des SMI bei.

Klar schlechter als der Markt entwickelten sich auf der anderen Seite die Luxusgüter-Valoren Richemont (-0,3 Prozent), während Swatch 0,8 Prozent zulegten. Als Hauptgrund dafür galten die Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten. Leidtragende seien auch viele Privatanleger, meinten Experten. Ihnen könnte nun das Geld fehlen, um teure Schweizer Uhren zu kaufen.

Am Schluss der Rangliste fanden sich inzwischen Syngenta (-1,7 Prozent), CS (-0,9 Prozent), Givaudan (-0,8 Prozent) und UBS (-0,6 Prozent).

Im breiten Markt zog der Schokoladenhersteller Barry Callebaut (-0,3 Prozent) die Blicke auf sich. Das Unternehmen hatte am Morgen Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2014/15 vorgelegt und die Erwartungen dabei erfüllt. Die Bank Vontobel (+2,3 Prozent) gab bekannt, sich in Verhandlungen mit den deutschen Steuerbehörden über einen Vergleich im Steuerstreit zu befinden. Diese seien aber noch in einem frühen Stadium.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA588 2015-07-08/19:27


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