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Leitbörsen in Fernost überwiegend höher - Shanghai mit Kursrally

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben ihre jüngste Talfahrt am Donnerstag stoppen können. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg trotz ...

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Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben ihre jüngste Talfahrt am Donnerstag stoppen können. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg trotz schwachem Frühhandel noch um 117,86 Zähler oder 0,60 Prozent auf 19.855,50 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann um satte 876,23 Zähler (plus 3,73 Prozent) auf 24.392,79 Einheiten. Der Shanghai Composite sprang um massive 202,14 Punkte oder 5,76 Prozent auf 3.709,33 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich von den Entwicklungen in China weniger stark betroffen als der japanische Markt - so wirkte sich auch die Erholung weniger stark auf die Leitindizes aus. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.584,42 Zählern mit minus 103,30 Punkten oder 0,37 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor marginal um 0,2 Zähler auf 5.456,30 Einheiten.

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Getragen wurde die Entwicklung an Chinas Börsen dabei vor allem von Maßnahmen der Regierung dort: Um weitere Verkäufe einzudämmen und den Kursverfall zu begrenzen, schränkte die Aufsichtsbehörde das Verkaufsrecht ein: Anteilseigner, die Beteiligungen von mehr als fünf Prozent an einem Unternehmen halten, dürfen ihre Aktien in den nächsten sechs Monaten nicht veräußern.

Das erklärte Ziel, die Kapitalmärkte zu stabilisieren, wurde vorerst erreicht: Der massive Rückgang, der seit Mitte Juni die Indizes um rund ein Drittel abstürzen ließ, wurde gebremst, die Vorzeichen gewandelt. Die aktuelle Erholung stützte auch die anderen asiatischen Handelsplätze, die am Mittwoch vom chinesischen Abwärtssog erfasst worden waren: Insbesondere Japan konnte sich nach schwachem Frühhandel noch erholen und die Stimmung drehen.

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Ob die neuen Maßnahmen der Regierung in Peking nachhaltig helfen, bleibt angesichts der nur kurzfristigen Erfolge bisheriger Interventionen aber abzuwarten: Die am Wochenende und Mittwoch verkündeten Schritte wie der Stopp von Börsengängen oder Geldspritzen der Notenbank sind schnell verpufft. Die Hälfte aller gelisteten Aktien ist mittlerweile vom Handel ausgenommen. Die Zahl der chinesischen Unternehmen, die angesichts der starken Kursrückgänge nicht mehr gehandelt werden wollen oder sollen, stieg um 194 auf 1.439, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete.

Und auch die Konjunkturindikatoren deuten nicht auf eine Erholung hin: Anhaltend sinkende Erzeuger- und nur langsam steigende Verbraucherpreise signalisieren mangelnde Nachfrage und anhaltende Schwäche der Wirtschaft.

Die Börsen in Indien und Australien reagierten schwächer auf die Entwicklungen in China, präsentierten sich im Vergleich zum Vortag stabil. In Mumbai wurde die Entwicklung durch den schwachen Auftakt in die Berichtsaison leicht ins Negative gedrückt: Die Tata-Gruppe stellte ernüchternde Zahlen vor, in der Folge verloren Tata Motors (Jaguar, Land Rover) im Verlauf 1,8 Prozent, die IT-Servicefirma Tata Consultancy gar 2,75 Prozent.


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