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Landecker TT-Café war Bühne für regionale Höhepunkte

Ein kostenloses Frühstück und jede Menge interessante Interviews gab es gestern beim TT-Café bei der Landecker Citypassage.

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Von Matthias Reichle

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Landeck –Heißer Kaffee von Wedl/Testa Rossa, brandheiße Nachrichten aus der Tiroler Tageszeitung und ein Thermometer, das schon um 9 Uhr vormittags einen sommerlich-heißen Tag versprach. Dazu Montes Mineralwasser, frisches Gebäck vom Bäcker Ruetz und toller Sound der Band Prime Time. Das TT-Café lieferte den Landeckern Freihaus, was man zu einem entspannten Samstagsfrühstück benötigt. Die Jubiläumstour machte gestern vor der Citypassage Station und lockte zahlreiche Besucher an. Moderatorin Margit Bacher führte durch den Vormittag.

Auf der TT-Bühne begrüßte TT-Chefredakteur Alois Vahrner wieder Prominenz aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft. Inzwischen ein Stammgast ist Landeshauptmann Günther Platter. Der Zammer hat es nicht weit.

Wer sich in der schwarz-grünen Koalition besser durchsetzen kann, fragte ihn CR Vahrner gleich zu Beginn des Interviews. Bei diversen Bauvorhaben schaue es so aus, als würden sich die Grünen eher durchsetzen. „Es gibt keinen Bezirk, in dem so viele Großprojekte umgesetzt werden wie in Landeck“, betonte Platter und erinnerte an das GKI und den Perjentunnel. Beim Thema Asyl erklärte der Landeshauptmann: Kriegsflüchtlingen müsse man helfen, bei Wirtschaftsflüchtlingen gehe sich das nicht aus. Und auf seine Arbeit in der Bildungsreformgruppe der Bundesregierung angesprochen, dankte er den Lehrern für ihre Arbeit – „die können nichts dafür, wenn bei der Diskussion nichts weitergeht“. Platter forderte mehr Autonomie für die Schulen.

Einen Tag ohne Sport kann sich Martin Falch nicht vorstellen. Auf die TT-Bühne kam der Triathlet und Skifahrer aus St. Anton mit den beiden Nachwuchshoffnungen Michael Matt und Ale­xander Wachter.

„Es ist wahnsinnig schön zu sehen, dass so viele Leute hinter mir stehen“, sagte Falch, als ihn CR Vahrner zu seiner Wahl zum Tiroler Behindertensportler des Jahres fragte. Falch trägt den Titel inzwischen zum fünften Mal in Folge. Derzeit trainiert er auf sein nächstes großes sportliches Highlight hin: die Cross-Triatlon-WM in Sardinien.

Eine unfreiwillige Pause muss derzeit das Pfundser Radtalent Alexander Wachter einlegen. Er hat sich das Schlüsselbein gebrochen. „Solche Verletzungen passieren. Das Schlüsselbein ist ein kleiner Knochen im Körper.“ Rechtzeitig zur Europameisterschaft in Estland will er jedoch zurück sein. „Doping gibt es in jeder Sportart – es ist unfair“, betonte er auf die Frage von CR Vahrner zu einem heiklen Thema im Radsport. „Lustig ist jedoch, wenn man später erfährt, dass einer gedopt hat, dem man davongefahren ist.“

Eine spannende Saison hat der Skifahrer Michael Matt vor sich. Im letzten Winter erreichte die Nachwuchshoffnung aus Flirsch den 16 Platz bei der Weltcup in Wengen. „Ziel ist es, mich kontinuierlich nach vorn zu arbeiten“, erzählte er. Dazu wird die ganze Woche trainiert.

Ein ambitioniertes Vorhaben verwirklicht derzeit auch Florian Werner vom Arlberg Hospiz. Er baut am Pass eine Kunsthalle mit „1000 Quadratmetern unterirdischer Ausstellungsfläche und einem unterirdischen Konzertsaal“, erzählte er auf der TT-Bühne. 26 Mio. Euro kostet das Großprojekt. Vor acht Jahren habe ihn die Liebe zur Kunst geküsst, erklärte Werner, wie es dazu kam. Ziel ist aber auch, die Saison dadurch zu verlängern und neue Gäste anzusprechen.

Dass sich St. Anton nun doch nicht für die Ski-WM im Jahr 2023 bewerben darf, fand der Touristiker schade und ortete „politische Gründe“ für die Wahl von Saalbach-Hinterglemm. Die Arlberger wären die besseren Kandidaten gewesen.

Authentizität ist, was die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Tirol West, Andrea Weber besonders fördern möchte. „Nichts Künstliches, sondern, was die Natur hergibt.“ Zum Beispiel das Grinner Heilwasser, Natur Pur am Venet oder das Wildwasser. „Man soll bei uns die Echtheit spüren.“ Schwerpunkte sind unter anderem das Weitwandern und der Radtourismus.

Regionalität war auch das Stichwort, als Imker Meinrad Falkeis, Chocolatier Hansjörg Haag und Volksbank-Vorstand Martin Holzer auf die Bühne kamen. Falkeis ist Obmann des Vereins „Dunkle Biene Tirols“, einer vom Aussterben bedrohten Ur-Tiroler-Bienenrasse. In Kauns, Kaunerberg und Kaunertal wurde ein Bienenschutzgebiet ausgewiesen. Damit die Biene jedoch eine Überlebenschance hat, braucht es Unterstützung – auch der Politik, betonte Falkeis.

Hansjörg Haag ist inzwischen als Produzent der Tiroler Edlen – der Schokolade aus Grauviehmilch – weit über Tirol hinaus bekannt. Sogar aus Dubai trudeln Bestellungen ein. Inzwischen gibt es bereits eine Anfrage der BBC, die mit dem Landecker Konditormeister eine Kochsendung aufnehmen will, erzählte er.

Die Volksbank Landeck sorgte heuer für Schlagzeilen, als sie sich einer Fusion wiedersetzte. Am 4. Juli, dem Tag, an dem auch die USA ihren Unabhängigkeitstag feiern, löste man sich von der ÖVAG – der Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft. „Wir konzentrieren uns nur mehr auf das Österreich-Geschäft“, betonte Martin Holzer, Vorstand der Volksbank Landeck. Das bedeutet zwar keine Risiken mehr, es werde aber auch schwieriger, Geld zu verdienen.

Natürlich nicht fehlen durfte beim TT-Café wieder ein Gewinnspiel. Die vierjährige Katharina und die achtjährige Michaela waren die Glücksengerln. Gewinnerin eines in Schlumberger-Sommer-Sonne-Pakets war Marianne Weilhartner aus Landeck. Fabian Rauter gewann eine Testa-Rossa-Espressomaschine. Zwei Riesen-Butterkipferln vom Bäcker Ruetz gingen an Anni Kircher, die ihren 45. Hochzeitstag feierte, und Veronika Jenewein.

Eine besondere Konstellation ergab sich beim Anschneiden des TT-Geburtstagskuchens. Die Tiroler Tageszeitung ist 70 geworden – genau so alt wie Hildegard Stark, die das Messer führte. Insgesamt wurden 1300 Tassen Kaffee getrunken und 1600 Stück Gebäck ausgegeben.

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