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Im Reich der bescheidenen Schönheit

Achenkirch – Vor über einem Jahrzehnt sah die Naturlandschaft im Alpenpark Karwendel noch anders aus. Moore waren trockengelegt worden, um W...

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© Dähling

Achenkirch –Vor über einem Jahrzehnt sah die Naturlandschaft im Alpenpark Karwendel noch anders aus. Moore waren trockengelegt worden, um Weideflächen zu schaffen. Doch dann startete 2005 ein Renaturierungsprojekt für das Moor samt Begleitmonitoring. Es trug Früchte: 2,4 km² des 727 km² großen Alpenpark Karwendel sind nun wieder Moore und damit Urlandschaften. „Die Moore in diesem Bereich sind rund 10.000 Jahre alt, 1731 wurden sie erstmals erwähnt“, weiß Moorexperte Günter Haselwanter, der im Rahmen seiner Dissertation ein waches Auge auf die Karwendelmoore warf und jede Menge wissenschaftlicher Daten sammelte.

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Gemeinsam mit dem bekannten Moorforscher Michae­l Steiner von der Uni Wien, Naturschutzexperten vom Land und der BH Schwaz, Fachleuten der ÖBf sowie LHStv. Ingrid Felip­e lud Naturpark-Betreuer Anto­n Heufelder anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums zum Lokalaugenschein. Steiner war begeistert vom Renaturierungserfolg und lobte den „einmaligen Datensatz über Moore, um den Österreich beneidet wird“. Felipe nannte die Moore „eine bescheidene Schönheit“. Sie ziere sich mit unauffälligen, seltenen Pflanzen und trage besonders stark zum Klimaschutz bei: 11 Tonnen CO² speichern die Moore pro Hektar jährlich. (ad)

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