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Französischer Außenminister Fabius reist kommende Woche in den Iran

Teheran/Paris (APA/AFP) - Nach der Einigung auf ein Atomabkommen mit Teheran reist Frankreichs Außenminister Laurent Fabius kommende Woche i...

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Teheran/Paris (APA/AFP) - Nach der Einigung auf ein Atomabkommen mit Teheran reist Frankreichs Außenminister Laurent Fabius kommende Woche in den Iran. Dort wolle er unter anderem den iranischen Präsidenten Hassan Rohani treffen, sagte Fabius am Dienstag im Sender France Inter. Nach Angaben aus seinem Umfeld ist die Reise für den 29. Juli geplant.

„Ich finde es absolut normal, dass Frankreich und der Iran nach dieser historischen Vereinbarung wieder normalere Beziehungen führen können“, sagte Fabius. Er wolle Gespräche „über alle Themen“ führen. Er werde aber „als politisch Verantwortlicher“ und ohne Unternehmenschefs reisen.

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Bereits am Sonntag war der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel mit einer Wirtschaftsdelegation in den Iran gereist. Mit der vergangene Woche gefundenen Einigung auf ein Abkommen zum iranischen Atomprogramm und der Aussicht auf eine Lockerung der Sanktionen hoffen viele ausländische Unternehmen auf gute Geschäfte in dem Land, unter anderem in der Erdölindustrie.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, forderte am Dienstag, dass „die Sanktionen auf internationaler und auf europäischer Ebene gleichzeitig abgebaut werden“ müssten. „Es darf keine Wettbewerbsverzerrungen geben.“ Besonders wichtig für deutsche Unternehmen sei eine Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs der Banken.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte erst am Samstag an, Bundespräsident Heinz Fischer auf seiner Reise in den Iran im Herbst zu begleiten. Ein genaueres Datum für den lange verschobenen Staatsbesuch Fischers in Teheran gebe es jedoch noch nicht, hieß es aus der Präsidentschaftskanzlei.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte sich am Montag einstimmig hinter das Atomabkommen mit dem Iran gestellt. Der Iran hat sich zu weitreichenden Einschnitten bei der Urananreicherung verpflichtet und internationale Kontrollen seines Atomprogramms akzeptiert. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen das Land schrittweise gelockert werden.


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