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Italiens Küstenwache - 2000 Bootsflüchtlinge vor Libyen gerettet

Rom (APA) - Seit Mittwoch sind vor Libyen etwa 2000 Bootsflüchtlinge bei insgesamt acht Einsätzen gerettet worden. Dies berichtete die itali...

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Rom (APA) - Seit Mittwoch sind vor Libyen etwa 2000 Bootsflüchtlinge bei insgesamt acht Einsätzen gerettet worden. Dies berichtete die italienische Küstenwache am Donnerstag. Zuletzt war ein Schiff mit 495 Menschen an Bord 55 Seemeilen von Libyen entfernt in Sicherheit gebracht worden.

Unter anderem hätten sich Schiffe der deutschen Marine, der maltesischen und schwedischen Küstenwache, sowie ein Tankschiff an den Einsätzen beteiligt, hieß es.

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Der italienische Innenminister Angelino Alfano erklärte, es sei eine Pflicht Europas, die Flüchtlinge nicht im Mittelmeer ertrinken zu lassen. „Wir können diese Menschen nicht einfach sterben lassen“, sagte Alfano in einem Interview mit RAI 3 am Donnerstag. Zugleich müssten die Lasten der Flüchtlingsversorgung auf alle EU-Länder verteilt werden.

In diesem Jahr haben Schätzungen zufolge bisher etwa 150.000 Flüchtlinge Europa auf dem Seeweg erreicht. Bei der versuchten Überfahrt sind mehr als 1900 Menschen gestorben, zwei Mal so viele wie im Jahr zuvor. Die meisten Flüchtlinge aus den Nahen Osten und Afrika brechen von Libyen aus auf. In Italiens Flüchtlingslagern sind laut Alfano zurzeit circa 80.000 Menschen untergebracht.


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