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Asyl: Gemeinde zweifelt an Entlastung für Zentrum Thalham in OÖ

Linz/St. Georgen im Attergau (APA) - Am Montag erhält die zuständige Gemeinde St. Georgen im Attergau vom Innenministerium Details über die ...

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Linz/St. Georgen im Attergau (APA) - Am Montag erhält die zuständige Gemeinde St. Georgen im Attergau vom Innenministerium Details über die Umstrukturierung der Erstaufnahmestelle Thalham zum Zentrum für Dublinfälle. Bürgermeister Ferdinand Aigner (ÖVP) glaubt kaum, dass eine damit verbundene Entlastung kommen werde. Auch an der Zusicherung, dass die Thalham-Zelte bis Ende Juli abgebaut werden, zweifelt er.

„Ich sehe kein Licht am Horizont“, meinte das Gemeindeoberhaupt im Vorfeld des Treffens in Wien im Gespräch mit der APA. Bisher sei lediglich ein Zelt entfernt worden, ständig kämen neue Flüchtlinge nach Thalham. Derzeit werden dort insgesamt 250 Personen betreut. Eigentlich ist Thalham nur für 120 Personen ausgelegt. Die ständige Überbelegung wolle St. Georgen nicht länger stillschweigend hinnehmen und sich auch nicht mehr vom Innenministerium „vertrösten lassen“, betonte Aigner. Nach dem Treffen am Montag in Wien, das für 15 Uhr anberaumt sei, werde er tags darauf mit den Fraktionsobleuten von SPÖ, FPÖ und Grünen beraten, „wie es weitergehen soll“.

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Immer noch aufrecht sei die Ankündigung, die Westautobahn (A1) bei St. Georgen für eine Protestkundgebung zu blockieren. Allerdings wurde der Termin um eine Woche nach hinten verschoben. Am 8. August von 11 bis 13 Uhr soll auf der A1 eine sogenannte Informationsveranstaltung stattfinden, wenn bis dahin nicht die versprochene wesentliche Besserung der Situation in Thalham erreicht wurde. Aigner hat inzwischen bei der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck die Kundgebung angemeldet. Eine Genehmigung steht noch aus.

In Linz ist hingegen am Donnerstag die Übersiedelung von Flüchtlingen aus den Zelten auf dem Polizeisportgelände in feste Quartiere voll angelaufen. „Heute sind 74 Personen in die Berufsschule Turmstraße gezogen“, erklärte Polizei-Pressesprecher David Furtner. Im Polizeiturnsaal und in den Zelten waren zuletzt 280 Flüchtlinge untergebracht. Schon in den vergangenen Tagen habe sich ihre Anzahl auf 140 halbiert. Nach dem Umzug am Donnerstag „leben jetzt noch 66 Personen bei uns“, so Furtner weiter. Er rechnet damit, dass Ende kommender Woche alle Zelte in Linz verschwinden werden.


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